Kita-Umbau im Vogtland stockt: Behördliche Hürden verzögern Start

So wie sich das die Gemeinde gedacht hat, kann der Umbau nicht umgesetzt werden. Die Landesbehörde hat dem Vorhaben nicht zugestimmt. Was nun?

Rosenbach/OT Leubnitz (Vogtl.)

Eigentlich sollte der lang geplante Umbau der Kita Zwergenschloss in Leubnitz in diesem Jahr starten. Die Gemeinde Rosenbach hatte eine Planung erstellen lassen und Fördermittel beantragt, um dieses und nächstes Jahr die Bauarbeiten zur Sanierung und Umgestaltung zu realisieren. Doch jetzt stagniert das Projekt. Der Grund: "Es liegt ein großes Problem darin, dass die Landesbehörde unseren Umbauplänen nicht zustimmt", informierte Michael Frisch (parteilos), Bürgermeister von Rosenbach, jüngst zur Gemeinderatssitzung. An der Behörde in Dresden führt kein Weg vorbei. Sie ist für die nötige Betriebserlaubnis der Kindereinrichtung zuständig.

 

Anpassungen nötig: Kita-Leubnitz-Umgestaltung geht mit höheren Kosten einher

 

"Wir wollen kostengünstig und sinnvoll bauen", so der Bürgermeister. Aber wie man es sich gedacht habe, wird es nicht funktionieren. Da seien beispielsweise Wege für die Krippenkinder als zu lang beanstandet worden. Es habe danach bereits Gespräche mit der Kindertagesstätte, der Gemeindeverwaltung, dem Bauamt und dem Architekturbüro gegeben. Bereits jetzt weiß man auch, dass die errechneten Kosten steigen werden, sich die Bausumme insgesamt erhöhen wird. Und: "Es geht jetzt darum, dass wir als Gemeinderat den Umbau beschließen. Ob wir Fördermittel bekommen, steht auf einem anderen Blatt", so Frisch.

Wie es jetzt weitergehen soll? "Wir müssen uns der Landesbehörde annähern und Entgegenkommen zusichern, um ein Einvernehmen zu erreichen." Deshalb wolle man die Leiterin des Landesjugendamtes, die die Entscheidungsgewalt hat, nach Leubnitz einladen. Einen Vor-Ort-Termin vereinbaren, um sich ein Bild von der Kindertagesstätte in Leubnitz, der Situation und wie man diese verbessern will, zu machen.

 

Erhöhte Kosten für Kita-Sanierung: Förderung beantragt, Eigenmittel notwendig

 

Wie Claudia Heymann vom Bauamt der Gemeinde Rosenbach informierte, war man noch vor einigen Jahren zunächst von rund 532.000 Euro für die Sanierungsarbeiten und ein neues Raumnutzungskonzept der Kindereinrichtung in Leubnitz ausgegangen. "Wir haben die Gesamtkosten auf 640.000 Euro wegen steigender Kosten erhöht." Um das Vorhaben zu realisieren, wurde bereits Ende des vorigen Jahres von der Kommune ein Fördermittelantrag für Zuwendungen aus dem Budget des Kreises sowie des Landes eingereicht. Die Fördermittelhöhe beträgt insgesamt 351.000 Euro, sodass sich ein Eigenmittelanteil von 287.214 Euro ergeben würde, informiert die Gemeindeverwaltung Rosenbach.

 

Teurer Umbau: Gemeinderat entscheidet über Fortsetzung der Kita-Sanierung

 

Durch eine neue Planung könnte der gesamte Umbau der Kindertagesstätte aber noch teurer werden. Das Einverständnis des Gemeinderates sei deshalb jetzt Voraussetzung, um das Vorhaben anzugehen, so der Bürgermeister, der aber auch einschränkte: "Wenn wir dann feststellen, dass es zu teuer wird, können wir den Fördermittelantrag zurückziehen oder das Vorhaben verschieben." Mehrheitlich, mit einer Stimmenthaltung, sprachen sich die Gemeinderäte dafür aus, das entsprechende Geld für den Kita-Umbau in den Haushalt 2025 einzustellen.

Die Sanierung und der Umbau der Kita in Leubnitz waren bereits seit 2016 geplant gewesen. Ein Problem ist der Platzmangel, es fehlt ein Raum für das Personal. Die sanitären Einrichtungen stammen noch aus den 1970er-Jahren, als der Kindergarten entstand. Sie müssen erneuert werden. Die Leubnitzer Kindereinrichtung befindet sich in einem Anbau am Schloss, teilweise werden auch Räume im Erdgeschoss des Schlosses mit genutzt.

 

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