Kittelschürzen auf dem Laufsteg präsentiert

Sommerfest Heimatverein in Pausa lädt zur Modenschau ein

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Ute Arnold vom Pausaer Heimatverein zeigt eine Reihe von Kittelschürzen an der Wäscheleine im Heimateck. Foto: Simone Zeh

Pausa. Was ist der Unterschied zwischen einer Kittelschürze zu DDR-Zeit und heute? Ute Arnold vom Pausaer Heimatverein kann die Antwort geben: "Heute haben die Kittelschürzen keine Kragen, in der DDR hatten sie immer einen." Genau solche Kittelschürzen, meist bunt, geblümt oder anders gemustert und mit dem obligatorischen Kragen versehen, hat die Pausaerin nun zusammengetragen.

 

"Wir wollen zu unserem Sommerfest eine Kittelschürzen-Modenschau im Heimateck durchführen." So kam es, dass Frauen gefragt waren, die noch ein solches obligatorisches Kleidungsstück zu Hause hatten, es auszuleihen, damit es auf dem Laufsteg zu neuen Ehren kommt. Am heutigen Samstag lädt der Heimatverein Pausa ab 14 Uhr zum Sommerfest ein. Höhepunkte werden der Auftritt des Gesangvereins 1826 Pausa sowie des "einsamen Trommlers" sein.

Kleine Überraschung für DDR-Dederonschürzenträger

 

Es gibt selbst gebackenen Kuchen zum Kaffee, Roster vom Grill, Fischbrötchen und Getränke. Der Eintritt ist frei. Der Heimatverein wird eine Kittelschürzenmodenschau durchführen. "Wer selbst an diesem Tag mit einer Original-DDR-Dederonschürze bekleidet bei uns im Heimateck erscheint, auf den wartet eine kleine Überraschung", macht Ute Arnold neugierig. Die Kittelschürze gilt auch als ein Stück textile Kulturgeschichte.

 

"Der VEB Cottana in Mühlhausen war der größte Hersteller in der DDR", so Arnold. Typisch war der Stoff, nämlich Dederon, eine in der DDR hergestellte Kunstfaser. Leicht trocknend, nicht knitternd, lange Lebensdauer, eben rundum praktisch. Heute werden Kittelschürzen etwa von der Martin Kraus Textilkonfektion GmbH in Treuen hergestellt.