Klingenthal rockt kräftig ab

Erfolgsgeschichte Der Gambrinus-Rockpalast feiert ein nicht für möglich gehaltenes Comeback

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Die Liveband "Zeitsprung" hatte zur Weihnachtsparty die Massen nach Klingenthal gelockt. Foto: Karsten Repert

Klingenthal. Zu den "Geschichten des Jahres 2016" gehört auf jeden Fall diese hier. Kein Mensch kommt normalerweise auf die Idee, einen sogenannten Altsaal in der Provinz neu zu eröffnen. Im allgemeinen Diskotheken-Sterben ist das wirtschaftliche Risiko selbst in Großstädten enorm. Tino und Anett Süß aber haben es trotzdem getan. Obwohl der Gambrinus-Rockpalast für alle vorherigen Betreiber unrentabel geworden war, eröffnete das Ehepaar die bedeutendste Klingenthaler Vergnügungs-Hochburg neu. Der Anfang war schwer. "Aber wir haben in den vergangenen fünf Jahren aus allen Veranstaltungen gelernt. Und so ging es Stück für Stück aufwärts", erzählt Tino Süß, der diesen Musiktempel an der Auerbacher Straße schon seit seiner Jugendzeit liebt. Zur großen Weihnachtsfete ließ der bescheidene Großgastronom in brechend voller Hütte wissen: "Wir standen noch nie so gut da. Es ist kaum zu glauben: Aber dieses Haus ist am Leben. Herzlichen Dank den vielen treuen Gästen." Das Konzept ist somit perfekt aufgegangen. Immer wieder hörte der BLICK-Reporter diese Sätze: "Solche Getränkepreise wie hier findet man nirgends. Und dann spielen im Gambrinus regelmäßig richtig tolle Bands", sagt das Publikum. Vorschau: 14. Januar Indoor-Soccer-Party mit Mr. Feelgood; 11. Februar Livekonzert "Goitzsche Front"; 25. Februar Faschingsparty mit DJ Zedo. Beginn ist jeweils 21 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf in der Haifischbar im Gambrinus-Rockpalast.