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Knirpse ziehen mit Fackeln um die Häuser

Tradition Coschützer feiern deutsche Wiedervereinigung

Coschütz. 

Coschütz. Feiern zum Tag der Deutschen Einheit sind in den vogtländischen Ortschaften selten geworden. Nicht so in Coschütz. Im 500-Seelendorf hält man an dieser Tradition ohne Unterbrechung seit 1990 fest, weiß Ortsvorsteher Andreas Oberlein. "Da sind wir sehr stolz drauf." Noch vor dem eigentlichen Feiertag luden Ortschaftsrat, Sportverein und die Kameraden der Feuerwehr zum Fackelumzug und geselligem Beisammensein ein. Bei sternklarem Himmel und kühlen Temperaturen rückten die Coschützer vorigen Samstag auf dem Sportplatzgelände zusammen. Im Vergleich zu früher kommen heute weit weniger Einwohner zu diesem Treffen.

Die Organisatoren haben bereits darauf reagiert. Statt einer großen etwas abseits gelegenen Feuerstelle hat man sich für eiserne Feuerkörbe entschieden. Die stehen nun unmittelbar vor dem Vereinsgebäude der Fußballer. Die Wege zum Getränke- und Grillstand sind dadurch kürzer geworden. Nicht nur Feuerwehrmitglied Franz Wohlfahrt findet diese Variante sogar gemütlicher. "Da sitzen wir alle viel näher zusammen."

Auch er wünscht sich, dass die Tradition erhalten bleibt. "Da trifft man auch mal Leute, die man lange nicht mehr gesehen hat." Vor allem den Knirpsen machte die abendliche Runde durchs Dorf mächtig viel Spaß. Mit ihren Fackeln und Lampions spazierten sie an den Häusern vorbei. Für die passende Marschmusik sorgten die Fanfarenfreunde Zeulenroda-Triebes. Die Musikanten sprangen für den Greizer Fanfarenzug ein, der diesmal absagen musste.