Kochen mit Leidenschaft

Kochwettbewerb Aktuelle Finalisten und ehemalige Gewinner

Um den Pokal der Sternquell-Brauerei Plauen kochen am 30. November sechs angehende Köchinnen und Köche aus dem Vogtland und dem Erzgebirge. Im Finale des nunmehr 20. Wettbewerbs werden sie "Kalte Schauplatten" für ein Buffet zubereiten. Finalisten und einige der bisherigen Gewinner stellt Sternquell vor. Heute: Michael Dittrich und Ralph Rainer.

Desserts und Kuchen mag er besonders

Aus den verschiedenen Rohstoffen leckere Sachen zubereiten, über die sich die Gäste freuen, das macht viel Spaß, meint Michael Dittrich. "Deshalb ist Koch so ziemlich mein Traumberuf." Diesen erlernt er als einer von sieben Azubis im "Hotel am Kurhaus" in Bad Schlema. Er ist im dritten Lehrjahr. "Ich habe Prüfungsangst, hoffe, dass der Wettbewerb etwas Ruhe und Erfahrung bringt." Sein Küchenchef hat ihm zur Teilnahme geraten. "Er und andere Kollegen helfen bei der Vorbereitung", schwärmt Michael von der Ausbildung im Vier-Sterne-Haus.

Regelmäßige kulinarische Angebote des Hotels kommen ihm bei der Vorbereitung entgegen. So gibt es regelmäßig Themen-Buffets und Brunch, Hochzeitsessen werden kredenzt. Da ist Michael bei der Zubereitung von Platten natürlich mit eingebunden. Besonders gern aber arbeitet er in der Patisserie, also der "süßen Strecke", wo Kuchen und Desserts entstehen. Was nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung werden soll, das ist bei Michael noch offen. Erst mal das harte Weihnachtsgeschäft bestehen, dann will er sich Gedanken machen, wie es weiter geht.

Heute bereitet er Leckeres überm Feuer zu

1993 war er im zweiten Lehrjahr und gewann den allerersten Wettbewerb um den Sternquell-Kochpokal - Ralph Reiner. Gerne wäre er danach auch mal ins Ausland, aber das ging nicht, er wurde zuhause gebraucht. Zunächst stand er mit in der Küche, kümmerte sich danach um die Gastronomie, schließlich war er Gastwirt, übernahm 2000 den Familienbetrieb. Ralph Reiner musste die harte Seite des Gastronomie-Gewerbes erleben. 2004 schaffte er die Belastungen nicht mehr, musste zusperren: "Das war schmerzhaft."

Mehrere Jahre arbeitete er dann in verschiedenen Küchen, stieg schließlich aus. "Kochen macht aber nach wie vor Spaß, vor allem deftiges Essen", sagt er. Und in der Hinsicht kommt ihm sein heutiges Hobby zugute. Denn als "Der Fürst", wie die Mitglieder des Vereins "Woytelande" ihren Vorsitzenden nennen, steht er am offenen Feuer. Er bereitet am Spieß oder im Kessel Leckeres zu, so wie es bei Vogtländern im Mittelalter üblich war, als sie noch Woytelande genannt wurden. Und vielleicht ergibt sich daraus ja die Möglichkeit, wieder richtig als Koch zu arbeiten.