Kommt ein neuer Zufahrtsweg?

Landwirtschaft Biogasanlage in Theuma belastet Anwohner - Bundespolitikerin eingeschaltet

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Das Gelände der Agrargenossenschaft Theuma mit der Biogasanlage (oberer Bildrand) aus der Luft. Foto Peter Satlow

Theuma. Was für die einen zumutbar erscheint und zum Landleben dazugehört, ist für andere ein Störfaktor in ihrem Alltag. Es geht um die Belastungen, die durch die Biogasanlage der Agrargenossenschaft Theuma-Neuensalz verursacht werden. Genossenschafts-Fahrzeuge rollen regelmäßig mit Gülle oder Pflanzenmaterial durch den Ort.

Ein neuer Zufahrtsweg zwischen der Gemeindestraße (Theumaer Weg) und dem Areal der Biogasanlage könnte die Situation vor Ort entschärfen, weiß Genossenschafts-Geschäftsführer Udo Weymann. Schätzungsweise 250.00 Euro müssten dafür in die Hand genommen werden. "Wir wollen uns mit 100.00 Euro beteiligen", versprach Weymann den Anwohnern, die kürzlich zu einer Bürgerversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus (DGH) eingeladen wurden.

Gülle soll anders gelagert werden

Zudem informierte er darüber, dass noch in diesem Jahr ein neues Gülle-Außenlager zwischen Neuensalz und Zobes in Angriff genommen wird. "Das wirkt sich positiv auf die Fahrbelastung aus." Im gesamten Betrieb - dazu gehört die Jungviehzucht-Anlage Neuensalz - fallen laut Weymann jährlich 30.000 Kubikmeter Gülle an. Die Zeitfenster zum Ausbringen der Gülle seien im Vergleich zu früher kleiner geworden. "Wir müssen die Gülle in engeren Zeiträumen einbringen."

Dadurch käme es an bestimmten Tagen zu intensiven Spitzen. Die Realisierung des geplanten neuen Zufahrtsweges hängt nicht zuletzt von den Eigentümern der Flächen ab. Entsprechende Gespräche stünden noch aus. Am zweiten Mai (18 Uhr) wird erneut zu einer Bürgerversammlung ins DGH eingeladen. Angekündigt hat sich Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU). Durch regelmäßige Kontakte zur Genossenschaft ist sie mit der Problematik vor Ort bestens vertraut. Unter anderem wird es um Fördermöglichkeiten gehen.