Krachender Auftakt: Schützen eröffnen Plauener Vogelschießen

Volksfest Rathaus-Chef und Landrat holen zum Doppel-Wumms aus

Plauen . 

Mit krachenden Gewehrsalven und Kanonendonner eröffneten am Samstagnachmittag vogtländische Schützenvereine das Plauener Vogelschießen. Landrat Thomas Hennig (CDU) und Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) traten zusammen auf dem Festplatz mit dem Doppelhammer zum Fassanstich an. Die Herren gaben sich im Doppel keine Blöße. Nach drei gemeinsam ausgeführten Schlägen saß der Zapfhahn wie angegossen im Fass. Das Freibier konnte fließen. Es war der Startschuss zum traditionellen Adlerschießen. In Absprache mit den Schaustellern wurde der Wettbewerb wieder auf dem Festplatz und nicht wie in der Vergangenheit auf dem Vereinsgelände der Plauener Schützen vom SV Treffer ausgetragen. Damit will der Verein wieder mehr Gesicht nach außen zeigen.

Adlerkönigin kommt aus Reichenbach

Eines war aber so wie immer: Der Pokal für den besten Armbrustschützen blieb auch in diesem Jahr in den Reihen der Privilegierten Bürgerschützengesellschaft Reichenbach 1551. Adlerkönigin darf sich Luisa Strobel nennen. Die Schützin aus der Neuberinstadt schoss dem Pappmaché-Vogel die meisten Federn aus dem Kleid. Das hölzerne Herz in der Mitte traf Vereinsfreund Frank Krause. Der neue Herzkönig ist kein Unbekannter. Bereits Mitte der 1990er Jahre mischte er beim Adlerschießen erfolgreich mit. Während dem Adler die Federn ausgingen, zielten die Knirpse ein paar Meter weiter mit dem Lasergewehr. "Das alles wollen wir im nächsten Jahr vielleicht noch ein bisschen größer aufziehen", verriet Präsident Ralf Schulze vom gastgebenden Schützenverein. Am heutigen Sonntag können Besucher im Vereinsgelände der Schützen mit dem Luftgewehr schießen oder Biathlon-Klappscheiben anvisieren.

Spuk in der Kult-Geisterbahn

Nach den Auftakt-Krachern der Schützen drückten die Schausteller in den Fahrgeschäften aufs Knöpfchen. Zu den diesjährigen Highlights gehört die Geisterbahn. Es handelt sich um das Original aus der bekannten DDR-Fernsehserie "Spuk unterm Riesenrad", die 1979 erstmals ausgestrahlt wurde. Es ist schon ein kleines Wunder, dass Gespensterbahn-Chef Daniel Hahnemann den Weg zum Plauener Vogelschießen fand. Im Osten gibt es nur noch zwei Geisterbahnen, die auf den Volksfesten unterwegs sind, plauderte der Betreiber aus dem Nähkästchen. Schon allein deshalb lohnt sich eine Fahrt auf Schienen durch die Gespensterwelt.

Bauchkribbeln im Scheibenwischer-Tornado

Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Bauchkribbeln verspricht der Einstieg in den "Tornado" - eine Art Riesenschaukel, die wie ein Scheibenwischer in gesteuerten Tempostufen hin und her flippert. Der Betreiber aus Fürth sprang kurzfristig für einen anderen Schaustellerbetrieb ein. Bevor kommenden Mittwoch der Familientag lockt, lädt die Schaustellerfamilie am Pfingstmontag 10 Uhr zum Gottesdienst auf die Autoscooter-Fläche ein. VFC-Fans können sich schon mal für das letzte Heimspiel der Fußball-Oberliga-Saison in Stimmung bringen. Wer am Donnerstag erkennbar in den Farben des Vereins erscheint, winken Ermäßigungen. Das finale Wochenende wird am Freitagabend mit einem krachenden Feuerwerk eingeläutet. Noch bis zum 26. Mai startet der Festbetrieb täglich ab 14 Uhr.

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