Kriminalist: Einbruchszahlen im Vogtland steigen

Messe Polizei rät zur Prävention

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Kriminalhauptkommissar Matthias König (Mitte) aus Plauen ist für die Polizeidirektion Zwickau als Präventionsexperte im Vogtland unterwegs. Foto: Karsten Repert

Plauen. "Bei mir wird doch nicht eingebrochen!" Genau dieser gedankliche Fehler hat immer öfter schlimme Konsequenzen. Das wurde zur 17. Vogtland Bau deutlich.

Die Messe in Plauen ist für Kriminalhauptkommissar Matthias König jedes Jahr ein ganz wichtiger Anlaufpunkt. Denn genau dort kann der Präventionspolizist die Menschen aufklären. Die sagen ihm dann zum Beispiel: "Was soll's, ich bin doch versichert." Andere glauben: "Wenn die rein wollen, kommen die so oder so rein." Psychologen aber warnen: "Viel zu oft unterschätzen die Menschen die Angst, mit der sie nach einem Einbruch weiterleben müssen. Manche erholen sich davon nie." Angesichts der steigenden Zahl an Einbrüchen ist somit Gefahr im Verzug. Gerade im Vogtlandkreis.

Denn es genügt ein einziger Einbruch in näherer Umgebung. Schon fühlt sich das Wohnviertel, die halbe Gemeinde oder das ganze Dorf unsicher. Die Zahl der Einbrüche ist bundesweit von 152.000 (2014) auf 167.000 (2015) gestiegen. Die Statistik für 2016 ist derzeit in Bearbeitung. Die Zahlen der Polizeidirektion Zwickau hat Kriminalhauptkommissar Matthias König immer parat.

Im Vogtland wurden 2015 insgesamt 281 Einbrüche gemeldet. Einzelstatistik: Plauen (101), Auerbach (12), Reichenbach (9), Oelsnitz (8), Klingenthal (5), Markneukirchen (4), Mylau (4), Weischlitz (4), Netzschkau (3), Falkenstein (3), Schöneck (3), Adorf (2), Ellefeld (2), Elsterberg (2), Grünbach (2), Lengenfeld (2), Rodewisch (2), Rosenbach (2), Bad Brambach (1), Bad Elster (1), Bergen (1), Bösenbrunn (1), Eichigt (1), Heinsdorfergrund (1), Neuensalz (1), Treuen (1), Triebel (1).

Ganz oft fehlt es den Menschen an Informationen. Es gilt zum Beispiel der Grundsatz, dass Einbrecher die Gegenden meiden, wo deutlich zu erkennen ist, dass sich die Bewohner gut vor Einbrechern schützen. Matthias König stellt immer die Frage: "Kommen denn die Täter wirklich so oder so rein?" Und dann zählt der vogtlandweit bekannte Polizist auf: "Die meisten Einbrecher haben einen Schraubendreher dabei. Es werden überwiegend die Fenster aufgehebelt. Die Täter hebeln maximal drei Minuten an einem Element."

Ein Standardbeschlag leistet etwa 30 Sekunden Widerstand. Dabei muss man wissen, dass die Täter nach zwei, bis drei Minuten weiterziehen zum nächsten Objekt. Neben den mechanischen Schutzvorrichtungen standen zur Vogtland-Bau-Messe auch die Alarmanlagen und Videoüberwachungssysteme im Mittelpunkt. Mit ein paar hundert Euro kann man sein Eigentum schützen.

Weitere Informationen gibt es hier: www.sachsen.polizei.de (Menüpunkt Prävention).