Krippen aus Gebälk des Glockenturmes

Finanzierung Förderverein setzt weihnachtliche Idee um

Pausa. Da waren selbst die Aktiven vom Förderverein Sankt Michaeliskirche Pausa überrascht. Statt 30, wie man gedacht hatte, wurden 70 Weihnachtskrippen von den Leuten bestellt. Der Weihnachtsschmuck ist ein besonderer, denn er besteht aus alten Balkenhölzern des Glockenturmes. Der Förderverein Sankt Michaeliskirche Pausa scheint mit der Aktion den Nerv vieler Einwohner der Erdachsenstadt getroffen zu haben. Statt das alte Holz, welches infolge des neuen Glockenstuhle aus dem Kirchturm weichen musste, einfach wegzuwerfen oder zu verfeuern, erfüllt es nun einen neuen, schönen Zweck. Damit bleibt auch ein Stück Pausaer Historie der Nachwelt erhalten. "Die Idee hatte Hermann Schmidt", erzählte Thomas Weigelt, Vorsitzender vom Förderverein. Und nicht nur das, der Senior fertigte die Krippe mit Josef, Maria und dem Jesuskind sowie dem Stern auch selbst an. "Wir halfen, indem wir einzelne Teile mit zuschnitten", so Weigelt. Die Hauptarbeit aber leistete der Pausaer Rentner, der beruflich jahrelang bei der Bahn tätig war.

Der Förderverein zeigte an seinem Stand auf dem Pausaer Weihnachtsmarkt die Krippen zwar, aber mitnehmen konnte man keine. "Wir haben eine Liste ausliegen für die, die für nächstes Jahr eine Krippe vorbestellen wollen", verriet Weigelt. Es waren noch einige Windlichter zu haben, die ebenfalls aus dem Holz vom Gebälk des Glockenturmes gefertigt wurden. "Das sind aber jetzt die letzten", unterstrich der Vereinsvorsitzende. Auch Kreuze aus Holz waren noch zu haben. Der Erlös soll immer noch den neuen Glocken zugute kommen. "Es besteht noch ein Defizit von 18.500 Euro", so der Vereinsvorsitzende. "Das sind von knapp 276.000 Euro Gesamtsumme fünf Prozent." Für den Verein mit gerade mal 32 Leuten sei dies eine irre Leistung, die man vollbracht habe. Das geschafft zu haben, darauf sei man auch stolz.