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Kronleuchter sind das I-Tüpfelchen

Engagement Mühltroffer Kospothsaal vom Schlossförderverein gestaltet

Mühltroff. 

Mühltroff. Die einstigen adligen Bewohner hätten wohl ihre Freude an dem heutigen Kospothsaal. Dem Schlossförderverein Mühltroff ist es gelungen, das Herzstück des ehrwürdigen Gebäudes nach historischem Vorbild zu erneuern: Aus Muranoglas bestehen die beiden Leuchter, die Farbgebung ist im klassizistischen Stil gehalten. Von den Wänden blicken die Konterfeis von Otto Carl Erdmann von Kospoth und seiner Familie. Besonders auf die Leuchter ist der Schlossförderverein stolz. "Beide wurden gespendet, einer von Dr. Karin Enk und der andere von Jürgen Gruber aus unserem Verein", sagt Mario Taubner-Wude vom Schlossförderverein Mühltroff. Genutzt wird der Raum für Veranstaltungen.

Saal bei Brand schwer beschädigt

"Wir wollten den Saal nach historischem Vorbild gestalten", so Taubner-Wude Geschichte soll ablesbar sein. Rückblick in die Zeit des Schlossbrandes 1817: "Die Flammen kamen vom Rittergut, griffen auf die Schlosskirche über. Die Kirche brannte völlig ab. Dann griff der Brand aufs Schloss über. Der Saal wurde schwer beschädigt." Eine aufwendige Sanierung stand bevor. In den 1920-er Jahren diente das Schloss als Erholungsheim der Höheren Mädchenschule Plauen.

Plünderungen waren Niedergang des Schlosses

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges fiel das Schloss den Grafen von Hohenthal-Püchau zu, die es für eine Reichsmark an die Stadt Mühltroff gaben." Es wurde dann als Lager der Kinderlandverschickung genutzt. Im Kospothsaal war der Schlafraum. Nach dem Krieg musste die Stadt 2000 Flüchtlinge aufnehmen", weiß Taubner-Wude. "Die Dielen im Schloss wurden verheizt. Es wurden Möbel, Bilder und vieles mehr geplündert. Das war der Niedergang des Schlosses."



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