Kunsthandwerk und Streichelzoo: Großes Hoffest auf dem Gnadenhof Röthenbach

Um die 150 Tiere leben auf dem Gnadenhof in Röthenbach. Sie alle kann man beim großen Hoffest kennenlernen. Aber es gibt noch viel mehr zu erleben.

Röthenbach

In Röthenbach bei Lengenfeld betreibt der Tierschutzverein RoWi Röthenbach e.V. einen Gnadenhof für Tiere.

Meerschweinchen, Ziegen und Co.

„Um die 150 beschlagnahmte, misshandelte oder ausgesetzte Tiere haben bei uns ein neues und endgültiges Zuhause gefunden. Wir beherbergen aktuell Meerschweinchen, Kaninchen, Hühner, Gänse, Schafe, Ziegen, Hunde, Katzen, Esel, Ponys und Rinder, sagt Folke Lanius, die Vorsitzende des Tierschutzvereins RoWi Röthenbach e.V.

Kunsthandwerkermarkt

Dieses Jahr wird am Samstag und Sonntag, 27. und 28. Juni, jeweils von 10 bis 18 Uhr, ein großes Hoffest veranstaltet. Geplant ist ein Kunsthandwerkermarkt mit 30 verschiedenen Gewerken wie Holzkunst, Töpfer oder Kettensägenschnitzer. Es gibt Honig und Kräuter, Genähtes und Seifen. „Wir bieten Popcorn, Schokofrüchte und Käseburger an“, so Folke Lanius. Ein professionelles Fotoshooting, Milchkannen-Stoßen, ein umfangreiches Kinderprogramm mit Streichelzoo und Lehrpfad, Kulinarik sowie eine große Tombola mit schönen Preisen sind weitere Attraktionen.

Großzügige Spende an den Tierschutz

„Der Erlös geht zu hundert Prozent in den Tierschutzverein. Das Geld soll für den Aufbau einer Igelauffangstation verwendet werden“, sagt die Vereinsvorsitzende. Denn dass sie auch Igel betreuen kann, das wünscht sich Folke Lanius. „Es rufen oft Leute wegen Igel an, die verletzt sind. Ich darf sie zwar aufnehmen, aber muss sie dann an Igelstationen weitergeben.“ Die nächsten sind in Zwickau und Bad Elster. Die Röthenbacherin will deshalb eine Weiterbildung mit Sachkundeprüfung absolvieren.

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Zwei junge Leute absolvieren derzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr auf dem Hof. Futtermittel werden selbst angebaut, Heu wird gemacht. „Wir haben Patenschaften, freuen uns auch sehr über Spenden.“

Denn: Die Tiere, die kommen, dürfen bleiben bis zu ihrem Lebensende. „Wir machen es für die Tiere.“ Und natürlich hat jedes einen Namen.

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