Kuriose Konstellation: Verhilft ausgerechnet Auerbach dem VFC zum Aufstieg?

Fussball Plauen muss nach Bautzen - Auerbach empfängt Bischofswerda

Plauen. 

Plauen. Knapp zehn Jahre nach der Insolvenz kann der VFC Plauen zurückkehren in die Regionalliga. Der Tabellenführer fährt mit fünf Punkten Vorsprung nach Bautzen. Im Parallelspiel tritt Verfolger Bischofswerda beim VfB Auerbach an. Im Idealfall können die Plauener den Aufstieg perfekt machen. "Dazu dürfte aber Bischofswerda nicht gewinnen und wir müssen einen Sieg einfahren", weiß Karsten Oswald. Der VFC-Cheftrainer betont: "Wir bleiben bei unserer Philosophie und konzentrieren uns auf ganz einfache Dinge. Dazu gehört, dass wir auch in Gedanken im aufgemalten Spielfeld bleiben und nicht die ganze Zeit aufs Handy gucken", fordert der Coach. Kurz vor der Ziellinie nimmt Karsten Oswald den ganzen Verein in die Pflicht: "Wir haben letzte Woche beim 4:1 gegen Krieschow eine meisterliche Vorstellung gegeben. Fans und Mannschaft waren eins. Jetzt wollen wir zusammen das Meisterstück abliefern."

Aufstiegskampf läuft live im TV

Während das MDR-Fernsehen den Aufstiegskampf vom Anstoß weg ab 13.15 Uhr live überträgt, glaubt im Betreuerstab beider Vereine noch keiner so richtig an die mögliche Entscheidung. Alexander Gleis ist der Sportdirektor beim Bischofswerdaer FV. Der Ex-Plauener räumt ein: "Bei uns war zwischenzeitlich kurz die Luft raus. Da haben wir den Anschluss verloren. Aber wir wollen das Ding jetzt durchziehen. Auch wenn wir es selbst nicht mehr in der Hand haben und der VFC einen stabilen Eindruck macht, wollen wir dranbleiben."

150 Fans fahren mit nach Bautzen - Stürmer bleibt beim VFC

In Plauen bewahrt man die Ruhe. Aufsichtsrat Gunter Reiher und Präsident Thomas Fritzlar haben unter der Woche die Personalplanung vorangetrieben. "Johan Martynets wird zwei weitere Jahre für den VFC Plauen stürmen", verkünden die VFC-Funktionäre. Der Toptorjäger (11 Treffer) hat seinen Vertrag genau jetzt verlängert, "weil wir hier zusammen etwas aufgebaut haben, was ich nicht nur von der Spielklasse abhängig mache." Und so darf sich der VFC erstmals wieder über einen Zuschauerdurchschnitt von 650 Besucher pro Heimspiel freuen. Nach Bautzen werden den Verein aller Wahrscheinlichkeit nach etwa 150 Fans begleiten. k

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