Landrat nimmt Stellung zur Insolvenz der Paracelsus-Kliniken

Information Sorge um medizinische Versorgung in der Region

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Landrat Rolf Keil. Foto: Simone Zeh

Reichenbach. "Mit Besorgnis" hat Landrat Rolf Keil die Ankündigung des Paracelsus-Geschäftsführers Michael Schlickum zur Kenntnis genommen, am Klinikstandort Reichenbach 30 Stellen abzubauen. Obwohl versichert werde, dass sich für den Standort gute Perspektiven bieten, sollen in derartigem Umfang Fachkräfte reduziert werden. Der Landrat sieht die Aufrechterhaltung des Leistungsspektrums der Paracelsus-Klinik gefährdet.

Wie soll das Versorgungsspektrum abgedeckt werden?

Weiterhin erwartet der Landrat "eine klare Antwort von der Paracelsus-Gruppe zur vorgesehenen Anpassung der Leistungen". Es müsse die Frage beantwortet werden, wie mit einer derartig großen Personalreduzierung das Versorgungsspektrum, welches die Region um Reichenbach mit stationären Leistungen versorge, aufrecht erhalten werden solle. Es werde keinesfalls seitens des Landkreises die Zustimmung einer Verlagerung von Fachabteilungen, die für die Versorgung der vogtländischen Bevölkerung wichtig sind, in andere Region geben.

Bekanntermaßen gilt auch die ambulante hausärztliche Versorgung im Planungsbereich Reichenbach sehr kritisch. "Hier ist eine leistungsfähige Klinik mit einem gut aufgestellten medizinischen Versorgungszentrum für die medizinische Versorgung der Bevölkerung von grundlegender Bedeutung", so Keil. Der Landkreis will in Abstimmung mit dem Sächsischen Sozialministerium klare Forderungen zur Sicherung der Patientenversorgung gegenüber der Paracelsus-Klinikgruppe aufmachen.