Langenbacher Kriegsopfer mahnen

Engagement Feierliche Einweihung von neuer Gedenktafel

Eine neue Gedenktafel soll zukünftige Generationen an die Langenbacher Kriegsopfer des Ersten Weltkrieges erinnern und mahnen. Sie sind nicht vergessen, die zehn Männer aus Langenbach, die vor hundert Jahren nicht aus dem Krieg heimkehrten.

Emil Rauh fiel als erstes Langenbacher Opfer am 13. Oktober in Frankreich. Max Schneider, der am 20. Juni 1917 in Galizien sein Leben lassen musste, war gerade mal 19 Jahre jung. Von zwei Männern, die als vermisst galten, ist der Todestag unbekannt. Von Alwin Knoch, als 25-jähriger im Herbst 1015 vermisst, weiß man auch den Ort nicht, wo er sein Leben lassen musste.

"Wir wollten den damals Gefallenen wieder einen Namen geben", umriss Ortsvorsteher Andreas Schreiber das Anliegen. "Durch die beharrliche Arbeit unseres Ortschronisten Hartmut Philipp war es möglich, diese zu erfahren." Philipp hatte vorgeschlagen, eine neue Gedenktafel am Langenbacher Mahnmal für die Opfer beider Weltkriege anzubringen. Das war nicht so einfach, denn auf der alten Tafel waren die Namen nicht mehr lesbar. Und: Die Frage der Finanzierung stand im Raum. Der Dorf- und Heimatverein startete eine Spendenaktion, die mit 402 Euro zum Heimatabend begann. Die Summe konnte auf über tausend Euro aufgestockt werden.

Der Ortschronist forschte nach den Namen der Langenbacher Kriegsopfer in verschiedenen Archiven. "Es gelang mir, alle Namen wieder ausfindig zu machen", so Hartmut Philipp. Mit Nachfahren und Verwandten der Opfer wurden Gespräche geführt, um mehr über die Gefallenen zu erfahren.

Am Volkstrauertag kamen viele Langenbacher zur feierlichen Einweihung der neuen Gedenktafel. Gottfried Neumeister von den Wisentatalern blies ein Trompetensolo, während sich die Mitglieder vom Langenbacher Schützenverein zum Spalier vor dem Denkmal aufstellten. Hartmut Philipp und Rolf Steinl vom Dorf- und Heimatverein kam die ehrenvolle Aufgabe zu, die Tafel zu enthüllen.

Vereinsvorsitzende Uta Wiedemann und Andreas Schreiber legten einen Kranz am Fuße des Mahnmales nieder. Dazu kam ein Gebinde der Stadt Pausa-Mühltroff.

Der Ortsvorsteher dankte für die Spenden, die aus Langenbach und Umgebung kamen, sowie der Gärtnerei Zauge in Pausa und der Firma Grabmal Redlich für die Unterstützung.