Jedes Jahr gründen die Plauener Kids in den Sommerferien ihre eigene City. In der Kinderstadt gibt es alles, was im wahren Leben auch gebraucht wird. Rund 200 teilnehmende Kinder erleben so echtes „Erwachsenenfeeling“. Die Mädchen und Jungen haben konkrete Aufgaben. Vom Oberbürgermeister bis zum Feuerwehrmann. Von der Krankenschwester bis zur Erzieherin. Das ganze Stadtleben wird nachgestellt. In diesem Jahr wurde deshalb sogar eine Plauener Straße gesperrt. Die Kinderstadt findet dieses Jahr in der Erich-Ohser-Grundschule statt.
Seminarstraße gesperrt
Um einen reibungslosen Ablauf der bis Freitag stattfindenden Kinderstadt sicherzustellen, ist eine Sperrung der Seminarstraße im Bereich ab der Kreuzung Gartenstraße/Seminarstraße bis zum Bereich der Erich-Ohser-Grundschule erforderlich. Die Sperrung gilt bis Freitag (17. Juli) für den gesamten Fahrzeugverkehr und macht somit eine Durchfahrt bis 17. Juli um 15 Uhr nicht mehr möglich.
Kinder zu Gast im Rathaus
Der Kinderschutzbund hatte den Wahlkreisabgeordneten Jörg Schmidt gebeten, das Projekt zu unterstützen. Der Landtagsabgeordneter Jörg Schmidt verrät: „Am Donnerstag kommen die Kinder zur Sitzung der Kinderstadt in den Ratssaal des Plauener Rathauses.“ Dort sind dann auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Petzold und Stadtrat Dieter Blechschmidt dabei. Jörg Schmidt schreibt: „Ich freue mich, dass die Kinderstadt in jedem Jahr eine riesige Resonanz hat und hier die Kinder in verschiedenen Bereichen ihr Wissen anbringen können und Neues lernen. Mein Dank gilt allen, dieses Ereignis organisieren und durchführen.“
Viele Unterstützer
Unter anderem gehört der Globus Weischlitz zu den Unterstützern. In Vorbereitung auf die Kinderstadt waren die Kids der Klassen 1 bis 4 zu Gast. „Konkret handelt es sic um die Mitarbeitenden unserer Pizzeria“, berichtete Maria Schubert, Hortleiterin der Astrid-Lindgren-Grundschule. Erzieherin Jeanette Weiß bedankte sich bei Carola Röder und Julia Weinzierl vom Globus-Team für die vielen wichtigen Informationen aus dem Bereich Lebensmittel und Handel, die man mit auf den Weg bekommen hatte. Globus-Geschäftsleiterin Kitty Fischer nahm sich ebenfalls Zeit, um die Kinder auf die Kinderstadt vorzubereiten.
Die Kinderstadt gibt es seit 2020
Die Idee der Kinderstadt gibt es bereits seit vielen Jahrzehnten in Deutschland und auf der ganzen Welt. Erstmalig gab es in Plauen im Jahr 2020 eine Kinderstadt, welche der Hort der Astrid-Lindgren Grundschule ausrichtete. Dem Team des Hortes unter Leitung von Maria Soellner (heute Schubert) und dem Projektleiter Andreas Färber (pädagogische Fachkraft im Hort) war es ein großes Anliegen, trotz aller Be- und Einschränkungen die den Kindern zu Zeiten von Corona zur Last fielen, mittels eines besonderen Ferienerlebnisses, ein Gemeinschaftsgefühl und die Möglichkeit, endlich wieder Kind sein zu dürfen, zu schaffen.
Was genau ist die Kinderstadt?
Nachdem auch im Folgejahr nur die Kinder des Hortes der Astrid-Lindgren Grundschule Bürger der Kinderstadt sein konnten, wurde im Jahr 2022 in Kooperation mit vier weiteren Horten der Stadt Plauen, das Kleinprojekt zu einem Großprojekt. Seitdem wechseln die Veranstaltungsorte. Die Kinderstadt ist ein Planspiel für Kinder von 7 bis 12 Jahren, das im Rahmen der Kinderbetreuung in den Sommerferien stattfindet. Bei dem pädagogischen Angebot erleben und konstruieren die Kinder die Prozesse der Demokratie selbst. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes ist die Simulation des Kreislaufs von Arbeit, Geldverkehr und Konsum im Freizeitbereich. Der Träger der Kinderstadt ist der Kinderschutzbund Ortsverband Plauen, der die Kinderstadt gemeinsam mit den Plauener Horten und weiteren Teilnehmern organisiert. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und zahlreiche Sponsoren. (kare)
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