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Leipziger Trainer greift den VFC scharf an

Fussball Plauen verliert gegen FC International Leipzig mit 1:2

Plauen/Leipzig. 

Plauen/Leipzig. Gut gespielt, aber wieder verloren. Der VFC Plauen hatte auch gegen den FC International Leipzig das Nachsehen. Die dritte Pflichtspiel-Niederlage in Folge tut doppelt weh. "Weil sich unser Gegner sehr unsportlich verhalten hat", ärgerte sich VFC-Trainer Daniel Rupf. Dass er so offen die Art und Weise des Leipziger Erfolges anprangerte, hatte zwei Ursachen. Zum einen provozierten die Spieler der Gäste über 90 Minuten die Plauener Mannschaft und vor allem das vor Wut schäumende Publikum. Als dann Inter-Trainer Heiner Backhaus in der Pressekonferenz auch noch Daniel Rupf mit den Worten "Eine Mannschaft ist immer die Visitenkarte eines Trainers", angriff, stand eine Eskalation im Raum.

Leipzig gewann glücklich

Doch zunächst zum Spiel: Der VFC Plauen war in diesem Oberliga-Punktspiel ersatzgeschwächt angetreten. Nach Toren von Adrian Bravo (33./36.) ging es beim Stand von 0:2 in die Halbzeitpause. Inter war das bessere Team. Ärgerlich aus Sicht der Plauener, dass VFC-Torhüter Daniel Szcepankiewicz beim zweiten Tor patzte. Doch die Plauener Fußballer gaben sich nicht geschlagen. Bereits im ersten Durchgang besaß Stefan Fritzlar eine Großchance. Nach der Pause versuchten es dann Patrick Grandner, Benjamin Keller und Dimitrios Komnos vergeblich. Bis Marian Albustin zum 1:2-Anschlusstreffer (73.) einköpfte. Die Plauener hofften in der Folge vergeblich auf einen Handelfmeter. Und Alexander Morozow traf den Leipziger Pfosten. In der Schlusshektik rettete Leipzig den Sieg über die Zeit. So blieb es beim etwas glücklichen "Auswärtsdreier" der Gäste. Da die Leipziger Spieler alle möglichen Verzögerungstaktiken ausprobierten, kam es zu einer neunminütigen Nachspielzeit.

VFC-Trainer meldet sich schriftlich!

VFC-Trainer Daniel Rupf meldete sich nach dem Spiel schriftlich zu Wort. Dass er selbst verbal von Trainerkollege Heiner Backhaus angegriffen wurde, kommentierte Daniel Rupf nicht. Der Plauener Trainer stellte sich derweil vor seinen Kapitän Stefan Schumann. Den hatte Heiner Backhaus ebenfalls schwer kritisiert. Daniel Rupf: "Für mich ist es ein Unding, dass ein Gästetrainer die Leistung und die Art und Weise, wie einer meiner Spieler spielt, beurteilt. Das habe ich ehrlich gesagt noch nicht erlebt und ich finde das absolut respektlos. Hier wird ein persönliches Problem von Heiner Backhaus mit Stefan Schumann öffentlich diskutiert und bewusst in die falsche Richtung gelenkt. Stefan Schumann ist Kapitän, Führungsspieler und Respektperson. Das ist er nicht nur bei uns, sondern war es auch bei seinen vorhergehenden Vereinen. Ich werde ihn genauso schützen wie jeden anderen meiner Spieler."

Es gibt eine Vorgeschichte

Bereits am 18. Februar 2018 tickte Inter-Trainer Heiner Backhaus aus. Damals schimpfte der Leipziger Trainer berechtigt, weil VFC-Kapitän Stefan Schumann den Leipziger Stürmer Kimmi Hovi per Tätlichkeit verletzte. Schumann sah Rot, Leipzig gewann mit 5:0. Am vergangenen Freitag wäre Inter-Trainer Heiner Backhaus besser beraten gewesen, er hätte sich mehr mit dem unsportlichen Auftreten seiner eigenen Mannschaft befasst. Das jedenfalls war der Tenor im Vogtlandstadion. Und so ganz falsch liegen wahrscheinlich 510 Zuschauer nicht, wenngleich sicher die Vereinsbrille die Sichtweise beeinflussen mag. Doch auch für Heiner Backhaus gilt: "Eine Mannschaft ist immer die Visitenkarte eines Trainers."

Statistik

VFC Plauen: Szcepankiewicz - Bauer (58. Hübner), Kameraj, Albustin, SchumannV - Morosow, Keller, Komnos (84. Fatajo), Grandner - Albert, Fritzlar

Torfolge: 0:1 Bravo (33.), 0:2 Bravo (36.), 1:2 Albustin (73.)

Zuschauer: 510



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