Leser trotzen den Einsparungen

Bildung Mittel für Rodewischer Bibliothek gekürzt

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Ute Gallert muss sich künftig strecken, um neue Medien für die Rodewischer Bibliothek zu beschaffen. Foto: Thomas Voigt

Rodewisch. Nutzer der Rodewischer Bibliothek haben schon bessere Zeiten erlebt. Neuerdings hat die Ausleihe an der Schulstraße nur noch an zwei Tagen geöffnet. Grund sind Kürzungen im Haushalt.

Dieser Einschnitt zieht nun sogar noch weitere finanzielle Einbußen nach sich. "Aufgrund der verkürzten Öffnungszeit gehen nun auch die Förderungen durch den Kulturraum Vogtland verloren", bedauert Ute Gallert. Die Leiterin der Stadt- und Kreisbibliothek weiß um die Folgen solcher Entwicklungen. "Kultur- und Bildung braucht eine Basis-Finanzierung. Sonst können wir nicht langfristig planen."

Trotz der drastischen Maßnahmen würden weiterhin Veranstaltungen wie szenische Lesungen in der Stadtbibliothek stattfinden, versicherte die Chefin. "Dazu müssen wir uns andere Fördermittel-Quellen erschließen." In diesem Jahr werde es auf jeden Fall die vierte Auflage des Buchsommers geben.

Laut Gallert haben sich die Nutzer auf die veränderten Bedingungen ganz gut eingestellt. "Wir haben zum Glück keinen Rückgang zu verzeichnen." Die Besucher konzentrieren sich nun auf Dienstag und Donnerstag." An diesen Tagen hat die Einrichtung jeweils von 10 bis 12 und 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Landkreis hat die Rodewischer Stadtbibliothek 2014 im Verbund mit der Kreisbibliothek übernommen. Stets habe es eine gute Zusammenarbeit mit der Kommune gegeben, beteuerte Gallert. Die finanziellen Beschneidungen wirken sich dennoch aus, weiß die Leiterin.

"Wir können weniger Medien anschaffen. Weitere Kürzungen würden das Aus bedeuten". Die knapp über 400 Nutzer der Rodewischer Bibliothek haben Zugriff auf rund 46.000 Medien wie Bücher, Zeitschriften und DVDs. Hinzu kommen etwa 2200 elektronische Medien, die über den Online-Verbund "Lisa" heruntergeladen werden können.