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Sachsen

Leubnitz: Fenster im Weißen Saal umgebaut

Lüftung Für zukünftige Konzerte im Schloss gut gewappnet

Leubnitz. 

Leubnitz. Keine Veranstaltung im Schloss Leubnitz, das bedeutet für die Aktiven vom Förderverein "Freunde des Leubnitzer Schlosses" e.V. keinesfalls, sich zurückzulehnen. "Wir haben die Zeit gut genutzt für Arbeiten im Schloss", sagt Ursula Klebert vom Verein. Förderprogramm suchen, Antrag sichten, Formulare ausfüllen. "Ich saß lange am PC", erinnert sie sich. Es hat sich gelohnt. "Ich hatte beim Recherchieren ein Hilfsprogramm für kulturelle Einrichtungen "Neustart Kultur" gefunden, bei welchem man nur zehn Prozent der Kosten tragen muss. "Das schaffen wir", dachte sie. "Meine Ansprechpartnerin für den Antrag saß in Berlin." Der Leubnitzerin gelang es, 5600 Euro für den Verein zu erhalten. "Dass wir bisher im Weißen Saal nicht lüften konnten, war der Grund." Denn finanziert werden sollte ein Projekt, welches optimistisch in die Zukunft blicken lässt, wenn wieder Konzerte möglich sind. "Im Weißen Saal, wo die Konzerte stattfinden, gingen die Fenster nicht mehr auf", so Ursula Klebert. "Sie waren so verzogen, dass nur mit Mühe mal eines der Fenster zu öffnen war."

Die Denkmalschutzbehörde gab die Genehmigung. Zuerst nahm Malermeister Andreas Kropfgans aus Schreiersgrün die alte Farbe an den Rahmen ab. In einem aufwendigen Verfahren wurde das Holz mehrfach gestrichen. Die Vorarbeiten nahm die Rodauer Tischlerei Neumeister vor. Auch verkittet wurde alles neu. Die Fenster wurden originalgetreu restauriert. Einbauen ließ der Verein dann sogenannte Oberlichtöffner. Damit lassen sich die Fenster einfach per Hebel kippen, um im Konzert für frische Luft sorgen zu können - gerade in der Corona-Zeit. Nadine Spörl von der Rodauer Tischlerei baute die Kippvorrichtung ein: "Es war auch für uns ein außergewöhnlicher Auftrag." Von der Chemnitzer Vertretung einer Firma aus Niedersachsen, die die Technik anbietet, war extra eine Mitarbeiterin gekommen, um den Einbau mit zu verfolgen.