Leubnitzer Sportplatz im neuen Angesicht

Sport Ehrungen vom Landesportbund

Leubnitz. 

Leubnitz. Gemeinsam etwas zu schaffen, das kann die Menschen verbinden. So wie in Leubnitz beim Sportplatzbau. Bei aller Arbeit bis zum vollbrachten Ergebnis sind es oft die Episoden am Rande, die im Gedächtnis bleiben und für ein Schmunzeln sorgen. Heiko Mergner, der Vereinsvorsitzende, wusste gleich mehrere zu erzählen. "Die Generalprobe der Beregnungsanlage ging mittendrin schief, weil in der Gemeinde Rosenbach großflächig der Strom ausfiel." Oder: "Ein Elektrokabel wurde zerhackt und wieder geflickt." Doch nun ist alles geschafft, im neuen Angesicht zeigt sich der Leubnitzer Sportlatz. Gebaut wurde außerdem der Brunnen und die Zisterne.

Heiko Mergner ließ den Bau in den vergangenen zwölf Monaten noch einmal Revue passieren. "Für unseren kleinen Verein war das schon ein Großprojekt in finanzieller, organisatorischer und technologischer Hinsicht." Und: Ohne die Fördermittel vom Land Sachsen und der Unterstützung der Gemeinde Rosenbach wäre es nicht möglich gewesen. Investiert wurden rund 93.000 Euro, davon waren 34.500 Euro Fördermittel, 35.000 Euro schoss die Gemeinde zu. Private Spenden von 1400 Euro kamen hinzu. Der SV Leubnitz selbst zahlte 8.500 Euro Eigenmittel.

Vor rund einem Jahr wurde mit einer Dichtigkeitsprüfung der alten Klärgrube begonnen. "Nach dem positiven Ergebnis können wir sie als Zisterne nutzen", so Mergner. Die Brunnenbaufirma, die wider Erwarten im Dezember 2019 anrückte, stieß nach 62 Meter Tiefenbohrung auf ausreichend Wasser. Der Brunnen wurde verrohrt, der Brunnenschacht gesetzt und eine Pumpe eingebaut. Die Zisterne konnte angeschlossen werden. Auf dem Sportplatz geschah viel in Eigenleistung vom Verein, welcher rund 200 Mitglieder hat und die Sparten Fußball, Kegeln, Gymnastik für Frauen und Kindersport zählt.

Man riss die alten Tore, das alte Geländer und mittlerweile schiefe Borde weg, um dies alles erneuern zu lassen. Es wurde festgestellt, dass eine zusätzliche Zisterne nötig ist. Die Verbindungsleitungen führen zum Technikraum und Sportplatz. "Rund 35 Meter wurden unter der Erde gegraben, 50 Meter Trinkwasserleitungen und 150 Meter Leerrohre verlegt", so der SV-Chef. Die Feuerwehr erhielt einen Hydrant. Insgesamt 13 Regner sorgen nun dafür, dass der Platz nicht mehr wie vorher trockene und kahle Stellen aufweist. "Der Platz war seit 1980 nicht mehr saniert worden", weiß Heiko Mergner. Es wurden neuer Sand und Rasentragschicht aufgebracht, Rasen neu gesät und gedüngt.

Der Leubnitzer Sportchef dankte allen, die mitgeholfen hatten, ob privat oder Firma. Weit mehr als 500 Arbeitsstunden waren es. Ganz besonders bedankte er sich bei Carsten Schmidt, Karin Jurich und Stefan Bäse für ihren Einsatz. Während die Männer im technischen Bereich aktiv waren, koordinierte Karin Jurich das Projekt. "Sie begleitete jeden Bauabschnitt, beschaffte Fördermittel, schaufelte Zahlen hin und her." Ohne sie wäre das Projekt nicht realisiert worden, so Mergner. Seinen Respekt für das Ergebnis zollte Bürgermeister Michael Frisch. "Der Sportplatz kann sich sehen lassen. Die Eigenleistungen setzen dem die Krone auf. Hut ab vor solchen Vereinsmitgliedern."

Mit der Ehrennadel des Landesportbundes Sachsen ehrte Ramona Werner die Sportsfreunde Karin Jurich, Carsten Schmidt und Gunter Schmidt für ihre Verdienste im SV Leubnitz. "Stellvertretend für alle, die im Verein tätig sind." Die drei haben sich in besonderer Weise engagiert und waren vom Sportverein Leubnitz für die Ehrung vorgeschlagen worden.

Bespielt werden kann der neue Sportplatz erst nächstes Jahr von den Fußballern. Diese spielen in der Kreisliga B und die zweite Mannschaft als Spielgemeinschaft zusammen mit Straßberg.