Liebau: Balkenkonstruktion vom Kulturbahnhof steht

Geschichtspark "De Gockeschen" treiben Arbeiten an ihrer neuen Bühne auf dem Festplatz voran

Liebau. 

Liebau. Auf dem Festplatz der "Gockeschen" hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Der neue "Kulturbahnhof" nimmt Formen an. Inmitten vom Natur- und Geschichtspark Liebau entsteht eine flexible Bühne, die der Brauchtumsverein für Veranstaltungen nutzen will. Zusammen mit seinem Edelhelfer Marco Döbel fügte Vereinsmitglied Jörg Gemeinhardt das Gebälk der ehemaligen Wartehalle vom Bahnhaltepunkt Rentzschmühle am neuen Standort wieder originalgetreu zusammen. "Das waren rund 250 nummerierte Einzelteile", blickte der handwerklich begabte Unternehmer auf diese Bauphase zurück. Außer sonntags war der 51-Jährige fast täglich mit seinem Mitstreiter auf der Baustelle. In Feierabendarbeit wurde viel gesägt, gehobelt, gefräst und gestrichen. Marode Balken ersetzten die Männer mit neuem Material. Die charakteristischen Holzsprossen-Fenster der Vorderfront sind ebenfalls schon eingebaut. Damit ist die gesamte Balkenkonstruktion fast fertig. Fehlt nur noch die Dachschalung. "Die wird in dieser Woche geliefert", verriet Gemeinhardt.

 

Teil des Geschichts- und Naturpark

Zum Tag des offenen Denkmals machten sich vorigen Sonntag viele Ausflügler ein Bild von den Baufortschritten. Zusätzlich dokumentierten Fotos den Bauverlauf von den Fundamentarbeiten bis zum heutigen Stand. Außerdem zeigten die fleißigen Hobby-Handwerker mit welchen Maschinen und Werkzeugen sie das Holz bearbeiteten. Ob schon im Herbst mit dem Ausmauern begonnen wird, bleibt abzuwarten. Spätestens im September nächsten Jahres soll alles fertig sein. In das Projekt fließen rund 35.000 Euro. Die Investition wird zu 50 Prozent aus dem europäischen Fonds zur Entwicklung des ländlichen Raums gefördert. Im Juli dieses Jahres traf der Fördermittelbescheid ein. Schon seit Wochen fragen Wanderfreunde dem Mini-Bautrupp Löcher in den Bauch. Das ehemalige Bahngebäude ist Teil des Geschichts- und Naturparks Liebau. Hier verläuft auch der Kulturweg der Vögte. Nach Fertigstellung können Besucher die ehemalige Bahnwartehalle jederzeit betreten. Laut dem Brauchtumsverein sind jedoch keine Vermietungen geplant. Diesbezüglich habe es schon einige Nachfragen gegeben.