Linda geht für Sachsen an den Start

Handwerk Konditorin aus Plauen gewinnt Leistungswettbewerb - jetzt fährt sie nach München

Im Konditorenhaus der Handwerkskammer Chemnitz lief Besuchern am Montag buchstäblich das Wasser im Munde zusammen. Denn beim Leistungswettbewerb der besten sächsischen Konditorenlehrlinge traten drei frisch ausgelernte Konditorinnen aus den Kammerbezirken Chemnitz, Dresden und Leipzig gegeneinander an. Ihr Ziel: Der Wettbewerb auf Bundesebene, der bereits in einer Woche in München auf dem Plan steht. Dafür mussten sie zunächst die dreiköpfige Prüfungskommission von ihrem Können überzeugen.

Unter dem Motto "Cinema" sollten sie in acht Stunden zwei Kleintorten mit Schokoladen- oder Zuckerüberzug, drei Pralinensorten, Marzipantiere und sogenannte süße Fours - Kleinteile aus Sahnecreme oder Blätterteig - kreieren. "Bei der Bewertung zählt aber nicht nur der Geschmack", erklärte Landeslehrlingswart Frank Seidel. "Auch das Gesamtbild der Präsentation und die Umsetzung des Themas fließen mit ein. Ebenso wird die Sauberkeit beim Arbeiten bewertet." Die Entscheidung gipfelte schließlich in einen Nervenkrimi. Um eine eindeutige Siegerin bestimmen zu können, beäugte und verkostete die Jury knapp zwei Stunden die filigranen Arbeiten der Konditorinnen.

Frank Seidel: "Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende entschieden nur wenige Punkte über Sieg oder Niederlage." Nach einem anstrengenden Tag stand die Plauenerin Linda Popp aus dem Kammerbezirk Chemnitz als Gewinnerin fest. "Ich bin zwar etwas geschafft, aber stolz", sagte die 20-Jährige. "Allein die Tatsache, dass ich beim Bundeswettbewerb Sachsen vertreten darf, ist schon eine große Auszeichnung." Ihr nächstes Ziel setzte sie bescheiden an: "Solange ich beim Bundeswettbewerb in München nicht auf dem letzten Platz lande, ist alles gut."