Lutz Reinhardt wird am Montag 70

Jubilar Geburtstagsfeier wegen Faschingsstress erst nach Aschermittwoch

Plauen. 

Plauen. Eigentlich sollte es keiner groß wissen, dass Lutz Reinhardt am kommenden Montag 70 Jahre wird. Der Chef vom Trogisten Vaschings Fergnügen (TVF) sieht lieber Bilder von den anderen Vereinsmitgliedern in der Zeitung, als sein eigenes. "Wir wollen und müssen unserem Lutz aber öffentlich Dankeschön sagen.

Weil er ein Glücksfall für alle ist, die gerne lachen", spricht sein Freund, Geschäftspartner und Stellvertreter Karsten Hellgoth im Namen der Vogtländer. Denn Lutz Reinhardt hat als Hobby-Komödiant die Menschen dutzende Male glücklich gemacht. Vor allem in der Verkleidung als Rathaus-Elektriker.

Das Leben von Lutz

Was kaum einer weiß: Als junger Bursche hatte Lutz nach seinem Maschinenbau-Studium in der Plauener Werkzeugmaschinenfabrik (Wema) die Verantwortlichen mit Neuerer-Vorschlägen gequält. 1973 lernte er dann seine große Liebe Petra kennen, die er 1975 heiratete. "Sein damaliger Spitzname war James", berichten die Weggefährten. Anfang der 1980er Jahre verlegte Lutz sein Tätigkeitsfeld in die Drogerie, wo er auf Petras Vater traf. Helmuth Schoberth, das TVF-Urgestein, integrierte seinerzeit den Neuen sofort in die Gemeinschaft. So trat Lutz als Straßenkehrer immer am Rand der DDR-Legalität auf. "Nachweislich stand er deshalb sogar unter Beobachtung der Stasi", wissen seine Freunde.

Lutz kann übrigens schlecht zusehen, wenn andere etwas machen und er soll daneben stehen. Aber das sei nur am Rande erwähnt. Viel mehr muss man vor dem Plauener den Hut ziehen, weil er wegen der Faschingszeit den 70sten erst nach Aschermittwoch feiert, damit keiner wegen ihm Stress hat. Stark!