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Mach's gut, Du altes Haus!

Abriss Der "Anker" in Theuma hat viele grandiose Partys erlebt

Theuma. 

Theuma. Mach's gut, Du altes Haus! Der "Anker" in Theuma hat so viele grandiose Partys erlebt, dass es nicht möglich ist, diese "Geschichte in Stein" vollständig aufzuarbeiten. "Es hat sich leider keiner gefunden, der ins Landhotel mit Lokal und Festsaal investiert beziehungsweise als Betreiber den Gastronomiebetrieb weiterführen will", trauert Ulrich Sörgel. Der Bürgermeister gilt als Mann der klaren, freundlichen Worte. Mit Blick auf den nun anstehenden Abriss sagt er: "Wir müssen uns alle an die eigene Nase fassen. Wir sind viel zu oft nicht hingegangen. Deshalb hat der Anker keine Zukunft." Der 65-Jährige hat genau wie ganz viele andere Vogtländer in diesem Gemäuer herrliche Stunden verbracht.

Hier fanden die tollsten Partys statt

Petra Weißflog aus Plauen erinnert sich: "Wir haben zu DDR-Zeiten fast immer den letzten Bus verpasst. Dann mussten wir laufen." Katja Merkel aus Plauen ist das auch passiert: "Trotzdem sind wir immer wieder nach Theuma gegangen. Dort gab es eine der schönsten Dorf-Diskotheken überhaupt, finde ich." Der Dorfgasthof mit seinen zehn Fremdenzimmern und seinem Festsaal hat bereits Ende Februar die "Abriss-Party" erlebt. Silke Grellmann aus dem benachbarten Großfriesen erinnert sich: "Wir haben noch einmal eine wunderbare Nach gefeiert und auch wir Großfriesener trauern um unseren Anker."

Zuletzt 600 Gäste und jede Menge Bands

Mit untergehen wird dann auch der "Goldene Kochlöffel", den es einst für die gute Küche gab. Zur letzten Feier hatte der weithin bekannte Theumaer Orts-Chronist Bernd Winkelmann eine tolle Rede gehalten. Über zwei Tage wurde gefeiert, acht Bands waren am Start. Und zur allerletzten Party wurde der Besucherrekord für die Ewigkeit in Stein gemeißelt. "Wir hatten 600 Gäste da und es war eine Atmosphäre, die wirklich die Einmaligkeit dieses Augenblickes widerspiegelte", denkt Bürgermeister Ulrich Sörgel zurück. Nach dem Abriss wird das Gelände vom Grundstücks-Eigentümer als Bauland erschlossen.



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