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Macht Plauen Rolle rückwärts?

Streit Initiative Plauen beschließt Austritt des Dachverbandes

Seit Monaten schreitet die gedankliche Teilung der Plauener Geschäftsweltwelt voran. Das jedenfalls hörte man zuletzt immer wieder. Nun fragt sogar die Pressestelle in einer Erklärung: "Wohin geht künftig die Entwicklung in Plauen? Weiterhin gemeinsam nach vorn oder arbeitet jeder für sich und die Entwicklung Plauens leidet darunter?" Mit dieser Fragestellung hat Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer in der vergangenen Woche die beiden Vorstände des Dachverbandes Stadtmarketing und der Initiative Plauen sowie Vertreter der Fraktionen des Stadtrates ins Rathaus eingeladen. Anlass war der vor Wochen zur Mitgliederversammlung beschlossene Austritt der Initiative Plauen aus dem Dachverband. Oberdorfer gab dort zu Protokoll: "Blicke ich zurück auf die Zeit, bevor es den Dachverband gab, so sehe ich eine ganze Menge Initiativen. Vieles lief parallel, unkoordiniert und hat sich teilweise überschnitten", so Oberdorfer. Und der OB grübelt: "Aus den Vorstandssitzungen und Jahreshauptversammlungen ist mir kein Problem bekannt, das sich nicht lösen ließe und das einen Austritt des größten Gewerbevereins der Stadt zur Folge haben könnte." Die CDU- und SPD-Fraktionen im Stadtrat warnen deshalb: "Wenn wir keine Gemeinsamkeit finden, geht nichts voran in der Stadt. Hof und Zwickau warten nicht, bis man sich in Plauen ausgestritten hat", so Hansjoachim Weiß (CDU) und Bernd Stubenrauch (SPD) bekräftigt: "Wir haben kein Verständnis für einen Austritt." Wo genau die Ursachen für das Zerwürfnis zwischen beiden Vereinen liegen, wurde bei besagtem Treffen nicht erörtert. Ingo Eckardt, Sprecher der Initiative Plauen: "Wenn wir wissen, wohin sich das Stadtmarketing in Plauen entwickelt, sehen wir gute Chancen, unseren Mitgliedern einen Verbleib im Dachverband vorzuschlagen." Das wiederum heißt: Fortsetzung folgt.