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Medizin per Videochat - Auch im Vogtland

Pilotprojekt Tele-Medizin ersetzt keine Arztbesuch - Befürworter sehen Vorteile

Rosenbach. 

Rosenbach. Die Tele-Medizin soll laut Bürgermeister Michael Frisch als Pilotprojekt fürs Vogtland in der Gemeinde Rosenbach Einzug halten. Darüber informiert er während der jüngsten Gemeinderatssitzung im Bürgerhaus Mehltheuer. Er habe diesbezüglich Rücksprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen gehalten. Demnach könnte das Projekt 2019 anlaufen und ein Videochat mit dem Arzt im Gemeindegebiet bald Realität werden. Frisch versicherte, dass er weiter auf eine wirkliche Sprechstunde drängt. In der Gemeinde gibt es derzeit keinen niedergelassenen Arzt. Seiner Einschätzung nach sei die Fernbehandlung eher eine Ergänzung zur medizinischen Versorgung.

Es gibt Vor- und Nachteile

Den Mangel an Medizinern im ländlichen Raum ersetze die Tele-Medizin nicht. Die KV sehe das übrigens ähnlich. Mit dem Start des Projektes sehe man auch die Chance, medizinisches Fachpersonal zu gewinnen. Stand der Dinge kann sich niemand vorstellen, dass die Betreuung von Patienten ganz ohne Arzt vor Ort funktioniert. Vor allem ältere Semester dürften im Umgang mit der Technik nicht allein gelassen werden. Befürworter der Tele-Medizin sehen deutliche Vorteile, besonders für diejenigen, die nicht mobil sind oder vom nächsten Facharzt weit entfernt leben. In Wartezimmern von Hausärzten müsse man sich nicht länger vor ansteckenden Krankheiten fürchten, weil die Betroffenen zu Hause blieben. Überhaupt könnte die Methode unnötige Wege und Wartezeiten ersparen, glauben die Initiatoren des Projektes. Allerdings seien spezielle Schulungen der Mediziner auf diesem Gebiet notwendig.



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