Mehr Zugkilometer für ländlichen Raum

Nahverkehr Weitere Schritte für besseren Anschluss nötig

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Foto: Harry Härtel

Auerbach. Der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) ermöglicht für nächstes Jahr erweiterte Angebote im Zugverkehr. Extra dafür stellten die Verantwortlichen rund 1,6 Millionen Euro mehr in den Haushalt ein als 2017. Insgesamt umfasst der Verbandshaushalt 50 Millionen Euro. Diese Entwicklung lässt Landrat Rolf Keil (CDU) optimistisch in die Zukunft blicken.

Erhöhung der Zugkilometer auf 3,8 Millionen

"Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", erklärte der ZVV-Vorsitzende. Um Nahverkehrsangebote im ländlichen Raum wie in Österreich, Italien oder Frankreich anbieten zu können, seien aber weitere Schritte erforderlich. "Wichtig ist vor allem, dass wir einen Teil der zur Verfügung stehenden Mittel nicht mehr für die Finanzierung des Fernverkehrs einsetzen müssen. Mit den im Haushalt zur Verfügung stehenden Geldern können die bei Zug- und Busunternehmen bestellten Leistungen um 73.000 auf insgesamt 3,8 Millionen Zugkilometer erhöht werden.

Weitere Investitionen geplant

Dadurch sei es möglich, dass Reisende unter anderem auf der Linie zwischen Cheb (Eger) und Zwickau in jeder Stunde eine Anbindung nach Leipzig nutzen können. In Werdau besteht bahnsteiggleicher Übergang zur S-Bahnlinie in Richtung Messestadt. Weitere Investitionen sind laut Keil unter anderem für das elektronische Fahrgast-Managementsystem und die grundhafte Rekonstruktion der Straßenbahn-Wendeschleife im Plauener Stadtteil Reusa vorgesehen. Das Projekt in Plauen soll von Mai bis Ende Dezember 2018 umgesetzt werden.