Mehrere Milliarden Euro kommen nach Plauen

Premiere Jahrestreffen der deutschen Umweltstiftungen erstmals in Sachsen

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Im Bild von links: Andreas Heinz, Thomas Schmidt, Frank Heidan, Tommy Gambke und Bernd Märtner. Foto: Karsten Repert

Plauen. Da kommen mehrere Milliarden Euro nach Plauen. Denn der Bundesverband Deutscher Stiftungen tagt am 11./12. Oktober 2018 mit seinem Arbeitskreis Umwelt in der Spitzenstadt. Weil finanzkräftige Stiftungen in den neuen Bundesländern bislang kaum eine Rolle gespielt haben, wurde die Bedeutung dieser Einmaligkeit erst klar, als der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft zusammen mit zwei Landtagsabgeordneten den Sachverhalt einordnete.

Jahrestreffen der deutschen Umweltstiftungen erstmals in Sachsen

Beim Arbeitsbesuch in der M&S Umweltprojekt GmbH in Plauen stellte Staatsminister Thomas Schmidt klar: "Dass die renommiertesten Stiftungen Deutschlands erstmals in ihrer Geschichte nach Sachsen kommen, das ist phantastisch. Sie bringen die Umwelt und die Wirtschaft zusammen und sie sind künftig gerade in Sachsen sehr wichtig, weil die Fördergeld-Töpfe der EU nicht mehr so prall gefüllt sein werden." Wie aber kommt das Jahrestreffen der deutschen Umweltstiftungen ausgerechnet auf das Vogtland? Die Antwort gab der Staatsminister: "Man kann nur staunen, was Prof. Dr. Bernd Märtner möglich macht."

Plauen setzt sich gegen Braunschweig und Kiel durch

Demnach hat der Stiftungsratsvorsitzende der Bürgerstiftung Plauen beim letzten Jahrestreffen 100 Entscheidungsträger davon überzeugt, die Stadt Plauen als Austragungsort zu bestimmen. "Die Entscheidung fiel nicht einstimmig. Braunschweig und Kiel waren auch im Rennen", berichtet Bernd Märtner, der nun als Geschäftsführer der M&S Umweltprojekt GmbH als Gastgeber fungiert.

Der Landtagsabgeordnete Jürgen Heinz betont: "40 Jahre war bei uns im Vogtland keine Vermögensbildung möglich, deshalb sind wir in diesem Bereich auch noch schwach auf der Brust." Dieser Satz gilt übrigens für ganz Sachsen. Zum Beispiel steht die Bürgerstiftung Plauen hinter Dresden besser da, als die Bürgerstiftungen in Leipzig und Chemnitz.

Eine Ideenkonferenz mit Umsetzungsansätzen

Das Jahrestreffen der deutschen Umweltstiftungen gilt als Ideenkonferenz mit Umsetzungsansätzen. Der Landtagsabgeordnete Frank Heidan ist sich sicher: "Einige dieser Stiftungen können vogtländische Projekte unterstützen!" Die Begeisterungstheorie muss jetzt nur noch ins Vogtland hinaus getragen werden. "Denn eines ist Fakt", sagt Minister Thomas Schmidt: "Es gibt viele wohlhabende Menschen in Deutschland, die bereit sind von ihrem Vermögen etwas abzugeben."

Gerade im Umweltbereich sind die Sachsen noch etwas unterentwickelt, was jedoch in erster Linie der politischen Historie geschuldet ist. Bernd Märtner will am 11./12. Oktober seinen Beitrag leisten. Der Umweltpionier ist aber zugleich auch mit internationalen Projekten beschäftigt. Abgeschlossen wurde der Ministerbesuch mit einem Firmenrundgang, den Diplom-Ingenieur Tommy Gambke als Projektleiter der M&S-Umweltprojekt GmbH leitete.