Meschke mit Kampfansage

Handball Kreisläufer aus Plauen will beim SC DHfK Leipzig mehr Spielzeit

Ein Plauener mischt die stärkste Liga der Welt auf. Bundesliga-Handballer Benjamin Meschke hat nun endgültig beim SC DHfK Leipzig Fuß gefasst. Mit vier Toren und 50 Minuten Einsatzzeit gegen seinen Ex-Klub Bergischer HC hatte der Kreisläufer großen Anteil am so wichtigen 31:28-Sieg. Dem BLICK verriet der 24-Jährige jetzt seine Gedankengänge: "Ich bin so ungeduldig. Für mich muss jetzt einfach mehr Einsatzzeit herausspringen." Wie so oft im Profisport "blockiert" vor Meschke ein ausländischer Star den Platz auf der Kreismitte.

Braucht der Schweizer Alen Milosevic eine Verschnaufpause, dann bringt Trainer Christian Prokop seinen eigenen Zögling, den er in Magdeburg und Schwerin groß gezogen hatte und im Sommer nach Leipzig holte. Meschke will kein Bankdrücker sein. Doch die 1. Bundesliga ist unerbittlich. Und Leipzig hat sensationelle 14:14 Punkte erobert. Für einen Aufsteiger ist das Wahnsinn. "Trotzdem will ich es wissen. Ich will einfach rein, wenn das Spiel läuft", macht Meschke Druck. Dass genau dieser Stoß von hinten das Erfolgsrezept von Trainer Prokop ist, steht inzwischen außer Frage. Denn Prokop ließ Benjamin Meschke am ersten Spieltag trotz sechs Wochen Trainingsrückstand und mit gebrochener Nase auflaufen. 4.000 Fans bejubelten einen tollen 31:27-Heimsieg gegen den HSV aus Hamburg. Jetzt drückt man im Vogtland Benjamin Meschke die Daumen. Gut möglich, dass der Student noch weiter kommt, als er jetzt bereits ist. Ein Fußballer aus Plauen ist das beste Beispiel. Chris Löwe saß ewig als Bankdrücker beim Chemnitzer FC neben Trainer Gerd Schädlich. Dann durfte Löwe spielen. Borussia Dortmund holte ihn. Er wurde Deutscher Meister und bildet inzwischen beim 1. FC Kaiserslautern eine tragende Säule. kare