Milchtrinkhalle kennt keiner mehr

Verkaufsstart Ab heute gibt es den historischen Jahreskalender

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Joachim Ott hat im "22. Plauener Blickwinkel" die längst vergessene Milchtrinkhalle im Stadtpark wieder aufgegraben. Foto: Karsten Repert

Plauen. Wenn ab heute die 22. Ausgabe des historischen Jahreskalenders "Plauener Blickwinkel" im Handel zu haben ist, dürfte so mancher historisch interessierte Plauener ins Staunen kommen. Denn im Stadtpark gibt es oberhalb der sogenannten Drachengrotte ein altes Fundament. Manch einer hat sich gefragt, was dort gestanden haben könnte.

Alte Postkarte ist die Lösung des Rätsels

Joachim Ott hat die Lösung des Rätsels: "Vor etwa 100 Jahren hat es im Stadtpark eine Milchtrinkhalle gegeben", überraschte der stadtbekannte Druckerei-Inhaber. In seinem Fundus fand sich eine Postkarte, die 1929 von Plauen nach Waldheim geschickt wurde. Ein Staatsanwalt hatte sie verschickt. Die 22. Ausgabe des historischen Jahreskalenders "Plauener Blickwinkel" ist an diesem Wochenende erschienen und sie wird in den "Freie Presse"-Shops des Vogtlandes sowie im Buch- und Zeitschriftenhandel der Region verkauft.

Ott freut sich über neue Anregungen

Der Heimatkalender ist seit 1996 ein treuer Begleiter für zahlreiche Liebhaber. Thematisch geht es in diesem Jahr um "Einen Plauener Lebenslauf auf Junkers alten Postkarten." Herausgeber Joachim Ott von der gleichnamigen Druckerei Ott hat den Kalender gedruckt und entworfen. Er würde sich "freuen, wenn der ein oder andere Käufer auch zu uns in Druckerei in die Antonstraße 47 kommt." Denn im direkten Kontakt mit den Bürgern holt sich der Herausgeber immer wieder neue Anregungen. Der "Plauener Blickwinkel" bringt Jahr für Jahr längst vergessene Raritäten zurück ans Licht und in die Öffentlichkeit. Zum Beispiel eben die Milchtrinkhalle.