"Miss Trabantrennen" ist ein Mann

rückblick Hochwasser in Pausa beendet das Trabirennen am Wochenende

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Die Miss Pausaer Trabantrennen "Heike" alias Heiko Nitzke von den Triebeser Off-Road-Wölfen mit Schärpe und Perücke. Foto: Simone Zeh

Pausa. Das Trabantrennen in Pausa verlief anders als geplant: Es gab eine Miss, die eigentlich ein Mann ist. Wo sonst Trabis abgeschleppt wurden, die kaputt waren, waren es diesmal Pkw der Besucher, die im Schlamm festhingen und herausgezogen wurden. Und das Kultrennen dauerte nur vier Stunden.

Miss-Wahl mit ungewöhnlichem Sieger

Doch die Trabifreunde der 56 Teams waren guter Dinge, als sie nach dem Rennen im Fahrerlager zusammensaßen und sich auf den Rennball freuten. Wie etwa Heiko Nitzke, auf den am Abend noch so einige Repräsentationspflichten warteten. Schließlich war er zur Miss Pausaer Trabantrennen 2018 gewählt worden. "Ich eröffne den Ball und übergebe die Pokale", sagte der Trabifahrer von den Triebeser Off-Road-Wölfen.

Es hatte am Freitag zur erstmaligen Miss-Wahl zum Trabirennen eine Stichwahl zwischen Netti aus Dessau (ein wirkliches Mädchen) und eben Heike alias Heiko Nitzke gegeben. Letzterer gewann, weil der Applaus des Publikums für ihn gewaltiger war.

Wetter überraschte die Teilnehmer

Schluss mit der Rundenhatz, die am Samstag um zehn Uhr begonnen hatte, war um 14 Uhr. Es blitzte und donnerte, stürmte, regnete und hagelte plötzlich. "Die Bauzäune fielen um, die Rennstrecke stand total unter Wasser", erinnert sich Ina Volpert vom Traband-Club Pausa. "Wir haben überlegt, ob wir weitermachen oder abbrechen."

Cheforganisator Lutz Jacob ging im Fahrerlager von Team zu Team in die Box, um die Meinungen zu erfragen. Zugleich musste die Pausaer Freiwillige Feuerwehr, die das Trabirennen absicherte, zum Hochwassereinsatz ins Stadtzentrum. Damit war die Sicherheit nicht mehr gegeben. "Es war wie Schmierseife, wir sind hin- und her gerutscht", berichtete Franziska Radtke vom Damenteam des Pametall-Vereins Pausa. Es sei richtig gewesen, das Rennen abzubrechen.