Mit Akkordeon zum Finale

21. Folkherbst Entscheidung über "Eisernen Eversteiner" am Montagabend

Plauen. 

Auf der Zielgeraden des 21. Folkherbstes siegte am Freitagabend die Leidenschaft im Kellergewölbe des Malzhauses. Gefühle lassen ich mit dem Akkordeon besonders gut ausdrücken. Johanna Juhola aus Finnland beherrschte dieses Instrument. Stilistisch bewegten die sich von dem Trio vorgestellten Kompositionen zwischen der urwüchsigen Musik Skandinavien sowie der Welt des Tangos. Ihre Werke klangen virtuos, energiebeladen und vor allem recht innovativ. Damit ging die diesjährige Wertungsstaffel zuende. Nun treffen sich die Fachjuroren des Folkherbstes, um den diesjährigen Gewinner des "Eisernen Eversteiner" zu bestimmen. Berücksichtigt wird natürlich das Votum der Gäste, welche nach jedem Auftritt die Möglichkeit hatten, mit Hilfe einer Punkteskala das soeben Gehörte zu bewerten. Spannend ist die Entscheidung allemal. Denn in den letzten Wochen stellten sich in Plauen hochmotivierte Anwärter auf den begehrten europäischen Folkpreis vor. Schon die Eröffnung des Wettstreites mit Árstídir aus Island sorgte für spezielle Klangwelten. Die Nordlichter lieferten nicht nur harmonische Satzgesänge ab, sondern verlängerten kurzerhand ihre Live-Vorstellung am eigenen CD-Tisch Dealan aus Spanien wiederum brachte ein Stück katalanische Alltagskultur ins Gewölbe. Einer Region im Nordosten der iberischen Halbinsel, wo es bekanntlich viele kulturelle Besonderheiten gibt. Diese nutzt die Gruppe recht geschickt für sich aus, um eigene künstlerische Individualität zu erzeugen.