Mit Blechauto, gekochten Eiern und Oma auf die Piste

Winterrennen Beim "Manöver Schneeflocke" mit 37 Autos in Pausa

Auf der Piste geht es turbulent zu. Foto: Simone Zeh

Pausa. Bilderbuchwetter konnten die Teilnehmer beim Pausaer Winterrennen "Manöver Schneeflocke" genießen. Wenn nichts mehr ging, wurde schon mal angehalten, um dem im Schnee stecken gebliebenen Pkw mit vereinten Kräften anzuschieben. Oder aber der Schneepflug kam, um Hilfe zu geben. Gemeinschaftssinn, das war deutlich zu sehen, stand über dem Winterrennen am Samstag in Pausa.

Der Spaß am Fahren im Schnee, schien seinen besonderen Reiz zu haben. Ein paar Tage vorher war die Rundstrecke über etwa 800 Meter, von den Aktiven vom initiierenden Pausaer Trabantclub vom Schnee geräumt worden. Von besten Bedingungen sprach Rennleiter Enrico Busch am Samstag. "Wir haben top Wetter. Die Strecke wird den Tag über nicht aufweichen." Wie lange das Rennen geht? "Na bis die Sonne langsam untergeht." Trabantclub-Chef Lutz Jacob zeigte sich ebenfalls zufrieden. Etwa zehn Vereinsmitglieder standen ihm zur Seite. Immer in Gruppen fuhren die Pkw's etwa zehn bis 15 Minuten, dann wurde gewechselt.

Im Fahrerlager wurde fachsimpelt, sich gestärkt und aufgewärmt oder Reparaturen an den betagten Autos ausgeführt. Und die Sonne überstrahlte das Geschehen tatsächlich. "Wir haben 37 Fahrzeuge mit 70 Fahrern, die sich angemeldet haben", so Enrico Busch. Eigentlich könne man das Rennen als Blechfahrzeugralley deklarieren, denn lediglich zwei Trabis wagten sich auf die Piste. Das rührt wohl daher, dass viele Trabifahrer ihre Pappen jetzt lieber schonen und beim Pausaer Trabirennen im Sommer dabei sein möchten.

"Die Teilnehmer heute kommen aus Chemnitz, Zeulenroda, Plauen, Greiz und Schleiz", berichtete der Rennleiter weiter. Die weiteste Anreise hatte Christian Dinger. Der ehemalige Naitschauer kam extra aus München. "Ich glaube, ohne das Trabirennen käme ich nicht so oft in die Heimat", berichtete er. Daumen drückte Ronja Spranger aus Leubnitz ihrem Freund Fabian Maghazehei aus Neundorf (bei Plauen). Der gehörte zusammen mit Felix Kallert aus Pausa und David Goetecke aus Mühltroff zum Skoda Racing Team.

Für Aufsehen sorgte auch das Team-Stahlpappe aus Plauen mit der Rundumleuchte auf dem Dach."Die geht natürlich auch", so Maik Heilmann. Das Plauener Team mit fünf Fahrern hatte sogar die Oma dabei. Und für die "seelische und moralische Unterstützung" sorgte Teamchefin Sandra Hertel. Wahrlich alles dabei, vom Ei über Tee bis zum Hustenbonbon, um in Pausa zu überleben hatten Conny Haase mit Niklas Haase und Toni Conradi aus Chemnitz. Fahrerin Anja Tröger hatten sie auf die Piste geschickt. Schon voriges Jahr waren die Chenitzer vollends begeistert vom "Manöver Schneeflocke".