Mit dem alten Ostauto nach Lettland

Abenteuer Moskwitsch von Michael Groß muss 5.000 Kilometer durchhalten

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Michael Groß ist Stammgast beim IFA-Festival. Demnächst startet er mit seinem Moskwitsch in Richtung Lettland durch. Foto: Thomas Voigt  Foto: Thomas Voigt

Rebesgrün. Er liebt Autos ohne großen Schnickschnack. Michael Groß kommt problemlos auch ohne Zentralverriegelung, Navi und Servolenkung aus. Am Samstag war der Vogtländer bei der 19. Auflage des IFA-Fahrzeugfestivals im Rebesgrüner Gewerbegebiet dabei. Gemeinsam mit über 500 Teilnehmern rollte der Liebhaber von Ost-Autokarossen zur Traditionsrundfahrt über die Landstraßen der Region. Den Lada-Kombi stellte er anschließend neben seinem Trabi mit Zeltaufbau und dem Moskwitsch, Baujahr 1977, auf dem Festival-Gelände ab.

Abenteuer im Ostauto

Der gelernte Autoschlosser ist im Vogtland kein Unbekannter. Mit seinen Auto-Expeditionen bis nach Afrika sorgte der 57-Jährige in der Vergangenheit gehörig für Aufsehen. Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx stellte er seinen Moskwitsch kürzlich vor dem "Bronze-Nischel" in Chemnitz ab.

Nun soll das nächste große Reise-Abenteuer folgen, verriet der Rebesgrüner. "Diesmal geht's nach Lettland." Es ist das mittlerweile 36. Land, das der umtriebige Typ mit einem seiner nostalgischen Autos bereist. Für die über drei Wochen geplante Tour - gefahren wird nur nach Kartenmaterial - muss der Moskwitsch etwa 5.000 Kilometer durchhalten.

Gute Vorbereitung ist alles

Ohne Benzinpumpe und Ersatzteile wie Radlager, Zündverteiler und Kupplungs-Zylinder fährt der Abenteurer nicht los. Übernachtet wird im DDR-Wohnwagen "Intercamp". Reiseziele sind unter anderem Riga und der Gauja-Nationalpark. Die schönsten Gegenden will der Fan von Ostautos mit Fahrrad und Kajak erkunden.