Mit der Gartenbahn in die Westernstadt

Freizeit Elsterberger Modelleisenbahner laden zu 24. Ausstellung in den Burgkeller ein

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Mario Günthers Gartenbahn rollt durch die Westernstadt "See Rock City". Foto: Thomas Voigt

Elsterberg. Willkommen in der Westernstadt "See Rock City". Saloon, Bank, Sägewerk und Bahnhof befinden sich mitten im Elsterberger Burgkellersaal. Nach der Eröffnung vor wenigen Tagen lädt der ortsansässige Modelleisenbahnclub an diesem Wochenende erneut zu seiner Ausstellung ein. Mario Günther ist Garten-Bahn-Fan und seit Mitte der 1990-er Jahre Mitglied im Elsterberger Verein.

Auf echtem Sand gebaut

Beim Plaudern mit dem Cossengrüner Gartenbahn-Tüftler bekommt man schnell mit, was ihn an der Sache reizt. "Am meisten macht mir der Aufbau Spaß." Jedes Mal sehe die Anlage anders aus. Umgeben von frischem Moos und Koniferen ist die Westernstadt auf echten Sand gebaut. Zwischen den Häusern sind die Siedler mit ihrem Wagen und die berittene Kavallerie unterwegs. "Neu ist das Indianerdorf." Nicht weit weg von den Gleisen entdecken die Besucher eine Goldmine und bei längerem Hinsehen auch Waschbär und Stinktier.

Viele Aussteller

Gastaussteller gehören zum Konzept der Schau. Zu den Attraktionen gehört das Modell der Oberweißbacher Bergbahn. Mitglieder vom 1. Rudolstädter Modellbahnclub bauten die 1923 offiziell eröffnete Standseilbahn im Thüringer Schiefergebirge nach. Auf ihrem 1400 Meter langen Weg von der Talstation Obstfelderschmiede zur Bergstation Lichtenhain überwindet sie eine maximale Steigung von 25 Prozent. Erstmals präsentiert Wolfgang Zörkler vom Geraer Modelleisenbahnclub seine Anlage im Elsterberger Burgkeller. Der Schmalspur-Bahnhof mit Lokschuppen und Verladeanlage atmet das Flair der 1960-er Jahre. "Bei uns gibt es noch Bahnhofspersonal und Westantennen auf den Dächern."

Bei so viel Nostalgie durfte die Trabi-Werkstatt in der aufwendig gestalteten Modellbahn-Landschaft natürlich nicht fehlen. Die Schau in den Räumlichkeiten an der Karl-Marx-Straße ist an beiden Tagen jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie zwischen 13 und 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3 Euro. Kinder zahlen die Hälfte.