Mit Handy-Tickets durchs Vierländereck

Verkehr Vogtländer Egronet-Verbindungen werden bei Fahrgästen immer beliebter

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Rolf Keil, Landrat des Vogtlandkreises und Vorsitzender des EgroNet-Kooperationsverbundes, präsentiert gemeinsam mit Juliane Fenske, Director Business De-velopment & Marketing, und Volker Scheeff, Direktor Product Management bei HanseCom sowie Thorsen Müller, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Vogtland (rechts) das Egro-Net-Ticket auf dem Handy. Foto: Brand-Aktuell

Region. Immer mehr Fahrgäste nutzen das länderverbindenden Nahverkehrssystems Egronet. Die aktuellen Zahlen wurden am Dienstag während der Mitgliederversammlung im Hotel Cristal Palace in Mariánské Lázn (Marienbad) bekannt gegeben. Laut Landrat Rolf Keil (CDU) - er ist der wiedergewählte Vorsitzende des Verkehrs-Kooperationsverbundes - waren im Vorjahr rund 70.000 Fahrgäste mit dem Egronet-Ticket unterwegs.

Papierlos mit dem Handy-Ticket

Im Vergleich zu 2015 entspricht das einer Steigerung von fast einem Viertel. Zur Versammlung stellten die Mitglieder wichtige Weichen für die Digitalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs. So wurde das beliebte Ticket - das Schienennetz verbindet Tschechien, Bayern, Thüringen und Sachsen - erstmals als Handy-Ticket präsentiert. Mit ihm können bis maximal fünf Reisende Zug, Bus und Straßenbahn im Egronet-Gebiet nutzen.

Weitere Verbindungen sind geplant

Für eine Person kostet das Ticket 18 Euro. Jede weitere Person zahlt 5 Euro. Es berechtigt zur Mitnahme von 3 Kindern zwischen sechs und 14 Jahren. Wie Thorsten Müller vom Verkehrsverbund Vogtland informierte, wird mit dem Fahrplanwechsel im Dezember ein gemeinsam entwickelter Schnellzug zwischen Karlovy Vary (Karlsbad) und Zwickau pendeln. Durch den neu eingesetzten Zug verkürzt sich die Fahrzeit auf dieser Strecke um eine ganze Stunde.

In der Schumann-Stadt gibt es Anschluss an die S-Bahn nach Leipzig. In seiner Bilanz hob Müller auch die neuen Züge auf der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Dresden und Hof heraus. Auch der neue Hauptbahnhof von Karlovy Vary (Karlsbad) werde dazu beitragen, dass Reisen in der Region künftig noch attraktiver wird.