Mit Kunstschau den Verein unterstützen

Familiensache Ausstellung im Schloss Leubnitz widmet sich bekanntem Plauener Künstler Rolf Andiel

Leubnitz. 

Leubnitz. Dem Förderverein Freunde von Schloss Leubnitz ist es gelungen, eine besondere Ausstellung auf die Beine zu stellen. Es sind Werke von Rolf Andiel im Kreuzgewölbe zu besichtigen. Bilder des in Plauen geborenen und über die Region hinaus bekannten Malers und Grafikers zeichnen die Entwicklung von den künstlerischen Anfängen bis zu seinem Tod 1992 nach.

Damit nicht genug, zeigen Sohn Matthias Andiel und Tochter Anette Andiel ihre eigene Kunst. "In dieser Konstellation eine Ausstellung, das gab es noch nie", freut sich die Vereinsvorsitzende Ursula Klebert.

Globalisierung im Fokus

Matthias Andiel, 1958 in Plauen geboren und heute nahe Anklam tätig, geht es indes nicht um die Familiengeschichte. "Es gefällt mir sehr gut, dass hier im Dorf ein Verein es in die Hand nimmt." Ein Verein, der sich für das historische Schloss engagiert. Leute, die es machen.

Jeder einzelne, wie es in der Familie auch sei. Es habe sich ein neues Verhalten herausgebildet. "Im Hintergrund der Globalisierung", freut Matthias Andiel. Und: "Es ist keine große Andiel-Ausstellung, sondern ich will die Aktivitäten des Vereins unterstützen." Im Vordergrund der Schau stehen die Werke des Vaters. Selbstporträt, Stillleben und kritische Bilder. "Der Schrei", entstanden kurz vor der Wende, zeige künstlerisch die Diskrepanz.

Er selbst malt hobbymäßig, stellt Matthias Andiel klar. "Wenn ich den Pinsel in die Hand nehme, ist es ein Impuls, eine Stimmung, die sich verdichtet." Sie findet ihren Ausdruck auf der Leinwand. Ähnlich kann man auch die Bilder von Annette Andiel begreifen, die in Erfurt ein Atelier für künstlerisches und gesundheitsförderndes Malen und Zeichnen hat. Bei ihr sprechen Farben und Formen miteinander. "Mit dem anderen Blick auf sie bin ich groß geworden." Annette Andiel malt in verschiedenen Techniken. Da sind etwa Kohlearbeiten, die durch Wischen mit der Hand entstehen. Oder märchenhaft anmutende Bilder, auf welchen sie Gesichter zum Suchen entstehen lässt.