Mit WLAN, Ladestelle und Videoüberwachung!

Plusbusnetz Neues Nahverkehrsangebot beispiellos im ländlichen Raum

Plauen. 

Plauen. WLAN, Ladestelle und ein Fahrgastinformationssystem wie in der Großstadt sind jetzt Standard! Die Nonstop-Videoüberwachung sorgt für noch mehr Sicherheit. Und Sicherheitsgurte sowie eine Rollstuhlrampe hat der neue Linienbus von Unternehmer Klaus Herold ebenfalls. Mit den sechs MAN-Bussen "Lions City" rollen künftig stolze 1,5 Millionen Euro zusätzlich durchs obere Vogtland. Elf dieser kleineren Subunternehmer vom Format eines Klaus Herold unterstützen den Plauener Omnibusbetrieb (POB), damit es funktioniert - das neue PlusBus-Netz im Vogtland. Langsam aber sicher setzt sich dieses beispiellose ÖPNV-Angebot auch in der Bevölkerung durch. Aus gutem Grund: "Wenn der Bus prinzipiell fünf nach um eins, um zwei oder um drei fährt, dann kann ich mir das prima merken", weiß Landrat Rolf Keil, worauf es ganz besonders ankommt. Diese Verlässlichkeit ist es, die das Vogtlandnetz inzwischen bietet. Die Stundentaktung für Überlandfahrten ist ein wesentliches Merkmal. Hinzu kommen die direkten Anschlüsse, in die auch der Fahrplan der Vogtlandbahn und sogar der Plauener Straßenbahn eingeflossen sind.

VVV erbringt Verkehrsleistungen in Höhe von 14 Millionen Euro

Rolf Keil ist als Vorsitzender des Zweckverbandes ÖPNV Vogtland bestens im Bilde: "Der Verkehrsverbund Vogtland erbringt pro Jahr Verkehrsleistungen in Höhe von 14 Millionen Euro. Man kann nur allen Busfahrerinnen und Busfahrern herzlich Dankeschön sagen!" Hauptauftragnehmer ist der POB. Geschäftsführer Thomas Schwui hat mit seiner Mannschaft und den hinzugezogenen Subunternehmen den Auftakt sehr gut umgesetzt. Mit der Kampagne "Autofrei das Vogtland neu entdecken" geht es um 1.700 Busfahrten, wohlgemerkt jeden Tag. Jetzt kommt Teil 2.

Vergleichsweise perfekte Arbeitsbedingungen

VVV-Geschäftsführer Michael Barth ist vor allem "vom gehobenen Niveau in den Bussen überzeugt. Diese Qualität und die Tatsache, dass wir inzwischen wirklich jedes Dorf im Vogtland sogar in den Schulferien permanent bedienen, sollten auf Dauer schlagende Argumente sein, das Auto stehen zu lassen." Übrigens werden für das neue Vogtlandnetz auch noch Busfahrer gesucht. Quereinsteigern bietet sich die Möglichkeit zur Umschulung. Die Arbeitsbedingungen für die Busfahrer sind vergleichsweise perfekt. Unter anderem ist der Verkehrsverbund Vogtland zum Beispiel dazu übergegangen, 50 Fahrzeuge mit einer TÜV-geprüften Plexiglas-Schutzscheibe auszurüsten, sodass für die Fahrer das ständige Auf-und-Ab des Mund-Nasen-Schutzes entfällt. 50.000 Euro stellt der Verband dafür zur Verfügung.

Das neue Vogtlandnetz wird von 5 bis 23 Uhr bedient!

Busunternehmer Harald Herold und Junior-Chef Tino Metschnabl hätten sich "nie träumen lassen, dass wir einmal so intensiv ins Liniennetz im Oberen Vogtland eingebunden werden. Übrigens bringen wir die Leute auch abends wieder nach Hause!" Das neue Vogtlandnetz wird von 5 bis 23 Uhr bedient. Über 2.000 Haltestellen sind integriert. Bilder vom Medientermin gibt es in der Galerie.