Mittwochvorlesung: Chefarzt spricht über "Zeitbomben" im Kopf

Medizin Operationen von Hirnblutung, Aneurysma & Co

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Geschäftsführerin Peggy Uhlmann und Dr. Oliver Schilling (links, Ärztlicher Direktor) kündigen für die 100. Mittwochsvorlesung Dr. Farid Youssef an. Foto: Karsten Repert

Plauen. Zur 100. Plauener Mittwochsvorlesung wird keine Feierstimmung aufkommen. Denn der Chefarzt spricht über tickende Zeitbomben im Kopf. Im Helios Vogtland-Klinikum stellt Dr. Farid Youssef die Frage: "Hirnblutung, Aneurysma & Co. Muss man immer operieren oder geht es auch anders?" Der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie hat ein kompliziertes Thema gewählt. Doch genau dieses Ziel verfolgt die Veranstaltungsreihe.

Starke Kopfschmerzen ernstnehmen

Die Vorgeschichte will übrigens keiner wahrhaben. Und so kommt diese Diagnose meist wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Hirnblutung. Sie kann verschiedene Ursachen haben. Dazu zählen der Schlaganfall, ein Unfall oder eine Gewalteinwirkung auf den Kopf, eine Aussackung der Hirnarterie (Aneurysma), eine Gefäßmissbildung oder eine Verkalkung und somit Verengung der Gefäße.

Das Gefährliche: "Zu spät erkannt sterben Betroffene an einer Einblutung oder haben zumindest mit langfristigen Hirnschäden zu kämpfen. Jeder Zwanzigste trägt eine Gefäßbeule mit sich herum und merkt dieses Aneurysma häufig nicht einmal", warnt Dr. Farid Youssef. Typisch für diese tickenden Zeitbomben sind plötzliche, stärkste Kopfschmerzen. "Aber mich kann das nicht treffen", denken die Vogtländer. Diesen Irrtum behandelt Dr. Farid Youssef jeden Tag. Übrigens sind Gefäßschwächen oft vererbt. Hoher Blutdruck und Rauchen erhöhen die Gefahr.

Die 100. Mittwochsvorlesung

Wie dieses Leck in den Hirngefäßen behandelt wird und ob man vorbeugen kann, darum geht es am Mittwochnachmittag. Dort erklärt der Experte auch den Unterschied zwischen Gehirnblutung und Hirninfarkt.

Die 100. Mittwochsvorlesung beginnt am kommenden Mittwoch (19. April), 17 Uhr, im Konferenzzentrum des Klinikums in Plauen. Der Eintritt ist frei.