Museum erwirbt Viola-Rarität aus der Gründerzeit

Ankauf Übergabe des Instruments erfolgt am 24. Februar

Markneukirchen. 

Markneukirchen. Dem Musikinstrumenten-Museum in Markneukirchen ist ein großer Coup gelungen: Dank einer großzügigen Förderung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen gelang der Ankauf einer Viola aus dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts. Sie stellt eines der ältesten bekannten Instrumente aus der Gründungszeit des vogtländischen Musikinstrumentenbaus dar und wurde von Johann Adam Pöpel gefertigt. Dieser begründete zusammen mit elf weiteren Meistern im Jahre 1677 in Markneukirchen die erste Geigenmacher-Innung, die heute auf deutsch-sprachigem Gebiet noch besteht.

Soweit bekannt, sind lediglich drei Instrumente aus Werkstätten zweier Gründungsmitglieder erhalten. Mit diesem Ankauf kann das Museum eine wichtige Sammlungslücke schließen. Gleichsam gelingt somit eine bedeutende Erweiterung des Sammlungsbestandes. Seit Gründung des Museums im Jahre 1883 konnte kein Streichinstrument aus der Gründungszeit des hiesigen Musikinstrumentenbaus erworben werden. Die Übergabe erfolgt im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung zum 136-jährigen Bestehen des Museums am 24. Februar mit Wortbeiträgen von Dr. Enrico Weller und Geigenbaumeister Ekkard Seidl, musikalisch umrahmt vom Streichertrio "Vivace" der Chursächsischen Philharmonie. Der Eintritt ist frei.