Nach Aufholjagd Vizemeister

Motorsport Tim Tröger aus Plauen mischt die deutsche Kartszene auf

Die 13 steht wahrscheinlich nicht mit Fortuna im Bunde. Im asiatischen Kulturkreis hingegen gilt die 88 als die wichtigste Glückszahl überhaupt. Exorbitante Summen gibt man dort für Telefonnummern oder Kfz-Zeichen mit diesen Ziffern aus. Tim Tröger hat auch auf die 88 gesetzt. In seinem Kart konnte sich der elfjährige Plauener im April aber nicht auf glückliche Umstände verlassen. Dass der Vogtländer nach dem überraschenden Gesamtsieg (2011) zum Ostdeutschen ADAC-Kart-Cup der Bambini-Klasse nun einen Vizemeister nachschob, das ist überaus bemerkenswert. Denn der Saisonstart verlief für Tim Tröger ziemlich holprig. Das Material aus dem Vorjahr war nicht mehr konkurrenzfähig. In Oschersleben fuhr die "88" hinterher und wurde zweimal 13ter. Auch danach lief es einfach nicht rund. Erst mit dem neuen Chassis kam am vierten Rennwochenende im tschechischen Cheb die Wende: "Das neue Fahrgestell ist spitze. Wir blasen jetzt zur Aufholjagd", jubelte Tim nach seinem Doppelsieg in Tschechien. Zwar musste das neue Chassis noch exakt auf den Motor abgestimmt werden, doch die zweite Saisonhälfte lief dann deutlich besser. "Hervorzuheben sind das gute Ergebnis zum Kart-Masters-Lauf in Wackersdorf und die beiden zweiten Plätze beim Bundesendlauf in Ampfing", freut sichVater Sven Tröger über die selbstbewussten Auftritte seines Zöglings. Zu beklagen waren dabei zwei technisch bedingte Ausfälle, ohne die man den Titel sogar noch hätte verteidigen können. Teamleiter Sven Tröger: "Zusammenfassend kann man sagen, dass wir uns auf technischem und auch auf fahrerischem Gebiet deutlich steigern konnten." Nun geht das Team Tröger in die Wintertests und die Vorbereitung auf die neue Saison.