„Nackt im Museum“ in Reichenbach: Ausstellung zeigt Werke vogtländischer Künstler im Neuberin-Museum

Textilfreie Schätze aus dem Depot beleuchten unterschiedliche Sichtweisen auf den menschlichen Körper

Reichenbach/V

Bilder von Wolfgang Mattheuer, Günter Horlbeck, Karl Rödig und anderen vogtländischen Künstlern sind jetzt im Neuberin-Museum in Reichenbach ausgestellt. Darunter hat sich auch die naive Malerei von Margitta Ebert gemischt. Die Reichenbacherin ist eigentlich Konditorin, widmet sich aber gerne der Kunst. Das Malen ist seit jeher ihr Hobby. Dabei sind ihr Farben und Fantasie offenbar wichtig, denn diese sieht man in ihren Bildern.

 

Textilfreie Kunst aus dem Vogtland

Zur jetzigen Schau im Neuberinhaus hat Margitta Ebert zwei Bilder naiver Malerei beigesteuert. Das Besondere der Ausstellung, welche Museumsleiterin Martina Bundszus konzipiert hat: Es sind alles textilfreie Schätze aus dem Depot des Neuberinmuseums Reichenbach. Und alles Werke von vogtländischen Künstlern. Mehr als 30 Werke sind es gesamt, wobei die Techniken ganz verschieden sind. Von Ursula Mattheuer-Neustädt sind Lithografien zu sehen, ein Bild in Öl von Karl Rödig, ein Reichenbacher Künstler, heißt "Regenbogenspiel". Tusche- und Kohlezeichnungen, Aquarelle und Arbeiten in Acryl sind gleichfalls zu sehen. "Von 15 Künstlern, davon vier Frauen, zeigen wir Arbeiten", sagt Beatrix Grund vom Museum. Sie mag am meisten "Ein Sommernachtstraum - nach Johannes Brahams" von Karl Rödig.

 

Nacktheit im Wandel der Zeit

Die Darstellung unbekleideter Menschen gehört zu den frühesten Motiven der menschlichen Kunst. Oft hat sich das Verhältnis der Menschen zum nackten Körper im Laufe der Geschichte verändert: von den antiken Schönheitsidealen über skandalöses Nacktsein bis hin zur Freikörperkultur und einem sexuell überladenen digitalen Zeitalter. Nacktsein polarisiert, provoziert und erregt - bis heute.

 

Vielfalt künstlerischer Perspektiven

Die Sonderausstellung zeigt unterschiedliche Sichtweisen der Künstler auf den menschlichen Körper. Die Ausstellung "Nackt im Museum - Textilfreie Schätze aus dem Depot" ist noch bis zum 12. April zu sehen.

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