Narva-Nachfolger Vosla will kämpfen

Wirtschaft Angestellte erfahren von Insolvenz aus dem Internet

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Im Jahr 2012 wurden die Vosla-Mitarbeiter über den Neustart informiert. Heute bekommen sie mitgeteilt, dass ihr Unternehmen Insolvenz angemeldet hat. 330 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Foto: Karsten Repert

Plauen. Das Unternehmen Vosla hat Insolvenz angemeldet. Dies wurde am Mittwoch bekannt. Demnach bangen beim Plauener Narva-Nachfolger 330 Mitarbeiter um ihre Jobs.

Der Speziallampenbauer hatte allem Anschein nach, eine Pressemitteilung versendet, noch bevor er die eigene Belegschaft über die Zahlungsschwierigkeiten und den Gang vor das Insolvenzgericht informiert hatte. So erfuhren einige Mitarbeiter aus Internet oder über Bekannte von der traurigen Kunde.

In den Nachmittagsstunden soll es bei Vosla eine Belegschaftsversammlung geben. Ziel, so teilt das Unternehmen mit, ist eine Sanierung in Eigenverwaltung. IHK-Geschäftsführer Michael Barth zeigte sich heute Mittag "hochgradig enttäuscht. Vor allem von der Art und Weise, wie die Betroffenen von dieser Entscheidung erfahren haben. Was ist das für ein Stil, wenn ein Angestellter via Internet derartig weitgreifende Einschnitte mitgeteilt bekommt. Es geht da um Existenzen und Gefühle. Das ist brutal!"