Naturliebhaber sind gefesselt von diesem Granit

Ausflug Felsenlabyrinth Luisenburg fasziniert nicht nur die heutigen Besucher

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Von oben hat man eine beeindruckende Aussicht über das Fichtelgebirge. Foto: Wehner-Engel/Felsenlabyrinth

Luisenburg. Das Felsenlabyrinth Luisenburg eröffnet einen faszinierenden Rundgang durch eine Wildnis von Granitblöcken von riesigem Ausmaß. Über 300 Millionen Jahre ist diese einmalige Landschaftskulisse alt und versetzt seit jeher die Menschen in Bewunderung und Ehrfurcht.

Sogar Goethe war ein Fan davon

Johann Wolfgang von Goethe besuchte einst das Felsenlabyrinth und beschrieb es als "architektonische Gartenkunst". Der bürgerliche Landschaftsgarten fesselte ihn so sehr, dass Goethe die Felsenwildnis abermals durchwanderte und in einen Brief an eine Freundin berichtet: "Der Granit läßt mich nicht los!". Diese Begeisterung von den beeindruckenden Granitsteinformationen gepaart von wildromantischen Nischen begeistert jeden Naturliebhaber.

Eigens angelegte Wanderwege führen vorbei an 25 Stationen mit skurrilen Felsengebilden, die sich zu mystisch erscheinenden Monstern auftürmen oder einfach nur kolossale Steinhaufen bilden. Der blau markierte Aufstieg führt weiter über steile Schluchten, durch niedrige Felsenblöcke zum Durchschlüpfen und lässt dabei so manches Abenteuerherz höher schlagen.

Anstrengung wird mit Aussicht belohnt

Kurz vor dem Gipfel wartet die Teufelstreppe mit ihren steinernen Stufen als besonderes Erlebnis auf. Nach circa einer Stunde und rund 100 Höhenmeter ist der Zielpunkt erreicht: Der Bundesstein mit Kreuz. Die beeindruckende Aussicht über das Fichtelgebirge entschädigt für den tapferen Aufstieg. Von hieraus geht es nun weiter zum Burgstein und zur Kösseine, der höchsten dauerhaft bewohnten Stelle Frankens.

Auch der Abstieg lässt keine Zweifel offen, dass es sich bei diesem einzigartigen und seltenen Naturschauspiel um ein "Nationales Geotop" handelt. So erzählen die Felsenformationen "Drei Brüder", die Hardenbergrotte, der Zuckerhut, der Napoleonshut und die Insel Helgoland ihre ganz eigene Geschichte. Führungen von ausgebildeten Geoparkrangern gewähren spannende Einblicke in die Historie und Geologie des größten Granitsteinmeeres seiner Art in Europa.