Naturschützer kämpfen um grüne Korridore an der Weißen Elster

Forderungen Verfahrensabschluss zu Elster-Steilhänge ist überfällig

Plauen/Vogtland. 

Plauen/Vogtland. Unlängst wurde der Flusslauf der weißen Elster zur Flusslandschaft des Jahres gekürt. In seinem Verlauf - von der Quelle in Tschechien bis zur Mündung in die Saale bei Halle - bildet der Fluss eine landschaftliche Achse, die Lebensräume verbindet. Gerade im Vogtland windet sich der Fluss durch zahlreiche wertvolle naturnahe Gebiete, weiß BUND-Mitglied Ute Lange.

Im Bündnis mit Vereinen, Verbänden und engagierten Naturfreunden initiierte sie eine gemeinsame Erklärung, die an die Adresse der Politik gerichtet ist. Zu den Forderungen gehört der zügige Abschluss des Verfahrens zur Ausweitung des Naturschutzgebietes "Elstersteilhänge". Im Kern geht es um die Bewahrung des felsigen Durchbruchtales mit der hier vorkommenden Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Die Unterzeichner der Erklärung setzen sich außerdem für einen wirksamen Schutz des Flächennaturdenkmals "Vogelschutzbecken Talsperre Pirk" ein.

Lange spricht vom bedeutendsten Brutgewässer für Wasservögel im sächsischen Vogtland. Zu den Zielen gehört zudem die Aufrechterhaltung des Landschaftsschutzes nördlich der Talsperre Pirk. Die Naturschützer fordern die Herstellung eines Verbundes bis zum Naturschutzgebiet "Burgteich" durch das künftige Landschaftsschutzgebiet "Taltitz - Unterlosaer Kuppenland". Ein weiterer Eckpunkt des Papiers dreht sich um Untersuchungen zur Schließung von Lücken im Schutzgebietsnetz entlang der bislang nicht verbauten Flusslandschaft. Diese Abschnitte sollen möglichst als durchgängige grüne Korridore gesichert werden.