Nervenkitzel bis zum Schluss

Handball EHV Aue bejubelt knappen Heimsieg gegen Elbflorenz

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Eric Meinhardt, Kevin Roch und Marc Pechstein. (v.l.) Kevin Roch ist zum Spieler des Tages gewählt worden. Foto: Ralf Wendland

Lößnitz. Das Derby gegen den HC Elbflorenz 2006 war knüppelharte Arbeit für die Handballer des EHV Aue, die sich am Samstagabend vor heimischer Kulisse in der Erzgebirgshalle in Lößnitz mit einem 28:27 (11:16) -Sieg selbst belohnt haben und das vor einer Kulisse von 1.500 Zuschauern. Dabei sah die erste Halbzeit gar nicht danach aus. Dort waren die Gäste aus Dresden im Vorteil. Nach der Pause ging es genauso weiter, doch dann kam die Wende und der EHV Aue hat eine Aufholjagd gestartet.

So kämpften sie in der zweiten Halbzeit

EHV-Trainer Stephan Swat: "Das wir keinen Schönheitspreis gewinnen, war fast im Vorfeld klar. In der zweiten Halbzeit haben wir es aber zum Glück geschafft, in den Kampfmodus reinzukommen und die Zweikämpfe zu führen, die man führen muss in so einem Derby. Das hat in der ersten Halbzeit etwas gefehlt." Kevin Roch war es, der zehn Minuten vor Ultimo zum 22:22 Ausgleich traf und bis zum Schluss immer wieder Akzente setzte. Roch sagt: "Wir hatten nichts zu verlieren. Ich habe in der Phase nur an unsere Aktionen gedacht und im Hintergrund etwas gezündelt, aber am Ende war es eine geschlossene Teamleistung." Doch er gibt auch zu, dass "allen ein riesen Stein vom Herzen gefallen" ist. "Einen besseren Start hätten wir nicht bekommen können, um aus dem Tal rauszukommen."

Den Sieg haben die Auer nicht zuletzt Torhüter Erik Töpfer zu verdanken, der gerade in der zweiten Halbzeit seinen Kasten zugenagelt hat und 15 Sekunden vor Schluss auch den alles entscheidenden 7-Meter parierte. Zustande kam dieser durch ein Foul von Philipp Jungemann, der dafür Rot sah. Töpfer sagt: "Das Spiel musste wieder mit einem so dreckigen 7-Meter enden, wie schon einige Male zuvor. Endlich ist es mir aber gelungen, den Ball zu halten."