Neue Ausbildungsberufe gegen den Ärzteschwund

Wirtschaftsrat Der Physician Assistent muss bekannter gemacht werden

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Prof. Dr. Lutz Neumann ist Direktor der Staatlichen Studienakademie in Plauen. Foto: Karsten Repert

Plauen. Fünf Großbaustellen meldet der medizinische Bereich im Vogtland. Sinkende Ärztezahlen, steigender medizinischer Bedarf durch älter werdende Bürger und ein Absolventenloch in der Humanmedizin sorgen für Personalnot. Das Problem verschärft sich noch, weil viele in Sachsen studierende Mediziner aus anderen Bundesländern stammen und häufig in die Heimat zurückgehen. Sachsen und damit auch das Vogtland leiden offenbar zudem darunter, dass zum Beispiel in Bayern in vielen Kliniken besser bezahlt wird.

17.303 Ärzte derzeit in Sachsen

Mit dieser Prognose eröffnete Referent Jürgen Hommel als Referatsleiter für Grundsatzangelegenheiten der Abteilung Heilberuferecht und Pharmazie im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Der Medizinexperte sprach in der Berufsakademie in Plauen. Dorthin hatte der CDU-Wirtschaftsrat eingeladen, weil man sich sorgt um die künftige medizinische Versorgung.

Die Sektion Vogtland mit Alexandra Glied an der Spitze hatte ihre Landesfachkommission Gesundheitspolitik zum Thema "Neue Ausbildungsbilder im Gesundheits- und Sozialbereich" zu Gast. Prof. Dr. Lutz Neumann zeigte als Direktor der Staatlichen Studienakademie in Plauen Möglichkeiten auf, wie man die derzeit 17.303 berufstätigen Ärzte künftig entlasten kann. "Zum Beispiel bieten wir das Ausbildungsbild Physician Assistant an", so Neumann. Internetinfo: www.ba-plauen.de