Neue Perspektiven für Musikinstrumentenbau

Unterstützung Förderung aus Bundesprogramm für Markneukirchen

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Yvonne Magwas macht sich für den vogtländischen Musikinstrumentenbau stark. Foto: Karsten Repert/Archiv

Markneukirchen. Neue Hoffnung für den vogtländischen Musikinstrumentenbau. Musicon Valley, das Institut für Musikinstrumentenbau e.V. und die Firma "Metallblasinstrumente Jürgen Voigt" sind mit ihrem gemeinsamen Antrag in der engeren Auswahl für ein Bundesförderprogramm. Es heißt "WIR! - Wandel durch Innovation in der Region".

Das hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bekanntgegeben. Mit der Förderung wollen die Vogtländer innovative Konzepte zur langfristigen Sicherung der Material-, Technologie- und Fachkräftebasis für den Orchesterinstrumentenbau entwickeln und so den vogtländischen Musikinstrumentenbau zukunftsfähig machen.

Yvonne Magwas zeigt sich zufrieden

Die Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU) hatte sich für den Antrag eingesetzt: "Ich freue mich sehr, dass das Projekt die erste Etappe zur Förderung geschafft hat. Mit Hilfe der Förderung können neue Perspektiven und Chancen für den Musikinstrumentenbau im Vogtland geschaffen werden. Es ist ein klares Bekenntnis der Politik zum ländlichen Raum", findet die Bundestagsabgeordnete.

Insgesamt 120 Anträge aus den neuen Bundesländern, zwei aus dem Vogtland, wurden in Berlin für das Förderprogramm eingereicht. Nur 35 Projekt-Skizzen kamen weiter. Nun müssen diese bis Frühjahr 2018 eine Strategie entwickeln, wie ihr Projekt konkret umsetzbar ist. Welche zwölf der 35 Bewerber für fünf Jahre gefördert werden, entscheidet eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung berufene Jury Ende 2018.

Hintergrund

Das Programm "WIR! - Wandel durch Innovation in der Region" setzt an den Förderansatz von "Unternehmen Region" an und will insbesondere Regionen jenseits der schon bestehenden Innovationszentren von der Förderung profitieren lassen. Gefördert werden Einzel- und Verbundvorhaben von Forschung und Entwicklung, Innovationsdienstleistungen und Innovationsinfrastrukturen, Weiterbildung sowie junge Unternehmen.

Das Programm bezieht sich in einer mit rund 150 Millionen Euro ausgestatteten Pilotphase bis zum Ende der Solidarpakt-II-Förderung 2019 noch auf Ostdeutschland, soll dann aber ab 2020 bundesweit geöffnet werden.