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Neues Selbstvertrauen wird in der Plauener Kemmler-Oberschule Standard

Bildungsstandort Kein TV-Mobbing-Hotspot, sondern ein Haus der Freundlichkeit

Plauen. 

Plauen. Das neue Schild zeugt vom neuen Selbstbewusstsein. Die Kemmler-Oberschule in Plauen gehört zu den ältesten Lehranstalten des Vogtlandes. Nächstes Jahr feiert man hier den 120sten Geburtstag. Steffen Zenner sieht die Kemmlerschule "als einen wesentlichen Bestandteil der Bildung im Südosten von Plauen. Wir haben hier einiges vor."

Deshalb hatte sich der Bürgermeister zusammen mit den Stadtwerken Strom Plauen für das schnelle Internet eingesetzt. Inzwischen hängt die Schule am leistungsstarken Glasfasernetz des städtischen Versorgers. Multimedia ist nun also Standard. Ursprünglich wurde der Backsteinbau am 7. April 1902 als 9. Bürgerschule eingeweiht.

In der Turnhalle fanden sich hohe Gäste ein. Unter ihnen waren der Königliche Bezirksschulinspektor sowie Vertreter königlicher und städtischer Behörden, des Stadtgemeinderates sowie Direktoren der übrigen städtischen Volksschulen.

"Wir haben alle gesehen, dass nichts zu sehen war!"

Vor anderthalb Jahren war sogar die überregionale Prominenz zu Gast. Carsten Stahl - der TV-Serienheld, Kampfsportler und Gewaltpräventionsberater - kam mit seinem Team nach Plauen. Doch über die Dreharbeiten der Fernsehleute möchte Schulleiter Andreas Seidel nicht mehr groß sprechen. Das ist merkwürdig, denn immerhin hatte man im Rahmen dieses Projektes sogar einen "Tag der Gemeinschaft" veranstaltet.

Mit ihrer Unterschrift hatten über 90 teilnehmende Schüler auf einem Plakat erklärt, gegen Mobbing zu kämpfen." Doch aus irgendeinem Grund hatte man sich bei RTL2 gegen eine Ausstrahlung der Aufnahmen entschieden. Auf der Fiedler- und der Stöckigter Straße hört man dazu folgende Hintergrundversion: "Die Kemmlerschüler haben sich offenbar nicht so verhalten wie es für die Einschaltquote gut gewesen wäre", erzählen sich die Leute.

Ob das stimmt, darauf antwortet Schulleiter Andreas Seidel mit einem Schmunzeln so: "Ich bin wirklich sehr zufrieden mit unserer Mannschaft. Lehrer und Schüler entwickeln immer mehr Teamgeist. Der Schulförderverein wächst ebenfalls. Wozu soll man da jetzt anderthalb Jahre nach hinten schauen. Wir haben ja alle gesehen, dass die Kemmlerschule nicht im Fernsehen zu sehen war. Und unsere Schüler haben in diesen Projekttagen viel gelernt."

 

In Coronakrise hält man in der Kemmlerschule zusammen

 

Schulleiter Andreas Seidel schaut derweil viel lieber in die Zukunft. "Weil das angesichts der vielen Probleme, die uns die Coronakrise gebracht hat, auch das einzig Sinnvolle ist. Wir dürfen nicht einknicken. Wir müssen irgendwie durchkommen und dazu brauchen wir jeden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle allen Eltern und Schülern für das Verständnis und die Geduld danken.

Das in der Öffentlichkeit zu sagen, ist mir sehr wichtig. Unser Star ist die Mannschaft!" Hausmeister Jörg Keller und Marcel Hadlich von der Steinsanierung Hadlich brachten das 30 Kilogramm schwere Schild an. Es zeugt von einem neuen Selbstbewusstsein in der Ostvorstadt. Unbegründet scheint dies nicht.

 



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