Nicht schon wieder blamieren!

Handball Der SV 04 Oberlosa muss zum Tabellenletzten

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Friedrich "Friedel" Kleinert erlebt derzeit mit Oberlosa einen Höhenflug. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Plauen. In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga möchte sich der SV 04 Oberlosa (3. Platz | 28:16 Punkte) nicht schon wieder blamieren. Die Plauener sind am Samstagabend auswärts gefordert. Sie treten 19 Uhr beim Tabellenletzten HV Rot-Weiß Staßfurt (14. Platz | 9:35 Punkte) an. "Und genau dieser Umstand ist für uns enorm gefährlich", sagt SV-Trainer Petr Hazl nach fünf Siegen in Folge sowie 13:3 Punkten aus den letzten acht Spielen.

Zuletzt zweimal in Folge gegen Schlusslichter verloren

Das Oberlosaer Problem: "Wir haben uns im Vorjahr beim Tabellenletzten in Hermsdorf mit der 26:27-Niederlage und in dieser Saison beim damaligen Letzten Glauchau mit 19:27 blamiert. Das sollte uns kein drittes Mal passieren", hebt SV-Manager Rico Michel warnend den Zeigefinger.

Für den Gastgeber ist die Partie gegen den Tabellendritten die aller letzte Chance, um sich im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal zurück zu melden. Derzeit hängt die Rote Laterne in Staßfurt und die Rot-Weißen werden sicherlich alles in die Waagschale werfen, um den Kopf noch aus der Abstiegsschlinge zu ziehen.

Alle wissen: Staßfurt kann ganz eklig werden

Gerade vor heimischem Publikum darf man die Mannschaft von Neu-Trainer Sven Liesegang nicht unterschätzen. So fuhren neben dem Tabellenzweiten HG Köthen (20:19) auch der Tabellenvierte Concordia Delitzsch (29:26) sowie der HC Glauchau/Meerane (28:26) und der HC Einheit Plauen (27:23) mit leeren Händen aus der Bodestadt nach Hause.

Zuletzt boten die Staßfurter auch dem Spitzenreiter LVB Leipzig bei der knappen 25:28-Niederlage auf heimischem Parkett Paroli. Die Strafen-Statistik zeigt, dass in Staßfurt Handball gearbeitet wird. Bislang kassierte das Schlusslicht 119 Zeitstrafen und 16 Rote Karten.

Novum: Vier Torhüter - vier Problemfälle

Personell haben die Oberlosaer derzeit ein Torwartproblem. Denn für die Nummer eins Carsten Klaus ist die Saison nach einem Mittelfußbruch beendet. Der zweite Keeper Max Flämig ist nach einem Kreuzbandriss noch nicht wieder fit. Erik Petzoldt (Nummer drei) wurde an der Hand operiert und ist gerade rechtzeitig fit geworden. Jan Leppert (Nummer vier) hatte nach dem Derby-Sieg gegen Einheit (28:21) ein dickes Knie. Er kann aber ebenso auflaufen.

Zum Torhütergespann sagt Petr Hazl: "Beide haben das Niveau für die Oberliga und genießen unser vollstes Vertrauen." Fehlen wird auch weiterhin Sebastian Duschek, der nach seinem Knöchelbruch mittlerweile wieder leichtes Training absolviert.

Team und Verantwortliche der Schwarz-Gelben hoffen trotz der weiten Auswärtsfahrt auf die stimmgewaltige Unterstützung der eigenen Fans. Die Anhänger der Plauener können im Mannschaftsbus mitfahren. Dieser startet um 13.45 Uhr an der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle. Für alle, die nicht mit dabei sein können, gibt es wie gewohnt den Live-Ticker unter www.sv04oberlosa.de