Noch viel Sand im Getriebe beim SV 04 Oberlosa

Handball Bayreuth gewinnt Turnier in Plauen und damit den OB-Pokal

Plauen. 

Plauen. Es wird ein Aufstiegsrennen unter erschwerten Bedingungen. Denn zwei Wochen vor dem Saisonstart ist beim SV 04 Oberlosa corona- und verletzungsbedingt noch ziemlich viel unklar. Das wurde auch zum 9. Pokalturnier des Oberbürgermeisters deutlich. Die Plauener kassierten nach dem 12:8-Auftaktsieg gegen die SG Regensburg drei Niederlagen. HaSpo Bayreuth (8:12), der SV Anzing (14:15) und der SC DHfK Leipzig II (13:14) zeigten dem Gastgeber immer wieder Problemstellen auf. "Das größte Problem haben wir aktuell auf der Torhüterposition", betont Schlussmann Carsten Klaus, der zugleich als Manager fungiert und nach der schweren Verletzung von Max Flämig (Innenmeniskus eingerissen) bereits bis Japan telefoniert hatte.

Zwei Probetorhüter stehen zur Auswahl

Immerhin präsentierte der ambitionierte Verein vergangenen Samstag zwei Probetorhüter. Alexander Raupach hatte zuletzt beim EHV Aue II zwischen den Pfosten gestanden. Ihn wählten die fünf Turnierteilnehmer zum besten Torwart. Im Auftaktspiel stand Petr Nedved (SV Hermsdorf) im Oberlosaer Kasten. SV-Trainer Petr Hazl hofft, "dass wir beide Torhüter verpflichten können, da wir diesmal zu keiner internen Lösung kommen konnten." Hintergrund ist die Verabredung mit Torhüter Erik Petzoldt. Der Schlussmann der zweiten Mannschaft wäre eigentlich als Nachrücker dran. "Erik hatte aber großen Anteil am Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Sachsenliga und er hat in diesem Team neben seiner Führungsrolle weitere Aufgaben übernommen, sodass er nicht zur Verfügung stehen kann, ohne dort eine große Lücke aufzureißen. Deshalb hat er uns für die Mitteldeutsche Oberliga abgesagt", erläutert Manager Carsten Klaus. Zwei Wochen vor dem Auftakt-Derby gegen den HC Einheit Plauen (26.9./19 Uhr) bekamen die Oberlosaer Spieler durch die Bank ihre Einsatzzeiten. Für Petr Hazl war der vierte Platz in der Endabrechnung nebensächlich. Wie sich seine Männer gegen die hochkarätige Konkurrenz aus der dritten und vierten Liga präsentiert, das war das Entscheidende.

Probelauf fürs Stadtderby hat gut sehr gut funktioniert

"Wir haben alle gesehen, dass da noch viel Sand im Getriebe ist. Doch das ist normal, wenn man fast ein halbes Jahr Wettkampfpause hat und Neuzugänge ins Team eingebaut werden müssen." Gefehlt hatte nur der leicht verletzte Neuzugang Ivan Kucharik. Freude kam beim SV 04 Oberlosa dennoch auf: "Mit 170 Zuschauern war das Turnier ausgesprochen gut besucht und das Hygienekonzept hat mit Blick auf das Stadtderby als Probelauf gut funktioniert", bedankten sich Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer und Vereins-Chef Prof. Dr. Bernd Märtner bei allen Beteiligten. Beim Aufstiegsaspiranten hat man sich übrigens entschlossen, im Prestigeduell gegen den HC Einheit Plauen auch Gästefans zuzulassen. Ticket-Chefin Anja Petzoldt: "Die Mitteldeutsche Oberliga hat sich coronabedingt dazu durchgerungen, keine Gästefans zuzulassen. Im Stadtderby machen wir jedoch eine Ausnahme, weil das natürlich innerhalb einer Stadt Nonsens wäre, sich auf diesen Ligabeschluss zu berufen. Es dürfen nicht viele Einheit-Fans dabei sein. Aber was möglich und machbar ist, lassen wir zu." Die Zuschauerkapazität ist auf maximal 300 begrenzt worden.

Die Statistik zum OB-Pokal

Abschlusstabelle: 1. HaSpo Bayreuth 8:0 Punkte; 2. SC DHfK Leipzig II 6:2; 3. SV Anzing 4:4, 4. SV 04 Oberlosa 2:6; 5. SG Regensburg 0:8. Torschützenkönig Florim Hoxha (17 Treffer/Anzing); Bester Spieler Elias Gausau (DHfK Leipzig II), Bester Torhüter Alexander Raupach (Probespieler SV 04 Oberlosa).